Zum Hauptinhalt springen

Gut gekämpft, den Sieg vergeben

Der BSV Bern ­Muri hat beim 25:25-Remis gegen Suhr Aarau den ersten Punkt in der Finalrunde geholt, aber nicht in allen Punkten überzeugt. Trainer David Staudenmann schliesst einen weiteren Verbleib nicht aus.

Reto Pfister
Der Schlusspunkt: BSV-Torhüter Dragan Marjanac muss das 25:25 mittels Penalty hinnehmen.
Der Schlusspunkt: BSV-Torhüter Dragan Marjanac muss das 25:25 mittels Penalty hinnehmen.
Andreas Blatter

Suhr Aarau ist ein unangenehmer Gegner. Der Aufsteiger hat mit seinen zahlreichen jungen Spielern eine bemerkenswerte Konstanz erreicht und sich gleich in seinem ersten Jahr nach der Rückkehr in die NLA für die Finalrunde qualifiziert. Auch der BSV Bern Muri biss sich am Dienstag an den Aargauern lange die Zähne aus, beging zu viele Fehler, liess zu viele einfache Tore zu und geriet 14:19 in Rückstand (38.).

Danach jedoch steigerten sich die Berner, deckten besser, Torhüter Dragan Marjanac wurde zu einem sicheren Rückhalt. Mit einem Sieg belohnte sich der BSV jedoch nicht. Nach dem 25:24-Führungstreffer durch Tobias Baumgartner knapp 4 Minuten vor Schluss agierten die Gastgeber im Angriff zu hektisch und kassierten drei Sekunden vor Schluss durch einen Penaltytreffer von Ilan Baumann noch den 25:25-Ausgleich.

Die Entstehung dieses Treffers ärgerte Baumgartner. Er hatte den Siebenmeter verursacht, war jedoch der Ansicht, dass es kein penaltywürdiges Vergehen war. «Der Gegner wollte gar nicht abschliessen, es war keine Torchance», meinte er. Dass einer der letzten Schiedsrichterentscheide umstritten war, passte zu diesem Spiel. Beide Mannschaften vermochten nicht über die gesamten 60 Minuten zu überzeugen, und die Unparteiischen fällten den einen oder anderen diskutablen Entscheid.

Gute Gespräche

Mit den Playoffs werden der BSV und Suhr Aarau mit grosser Wahrscheinlichkeit nichts zu tun haben. Aus Sicht der Berner würde ein Erfolg im Derby gegen Wacker Thun am Samstag (17.30 Uhr, Gümligen) dazu führen, dass der Abstand auf die aktuell auf Platz 4 rangierten Thuner auf 6 Punkte verkürzt werden könnte. Bei 6 danach zu spielenden Runden würde dies immer noch eine erhebliche Hypothek darstellen.

Die Saison endet also vermutlich am 8. April, David Staudenmann könnte aber auch danach als BSV-Trainer an der Seitenlinie stehen. Er schliesst einen weiteren Verbleib nicht aus. Im Dezember hatte er bereits seinen Vertrag bis Ende Saison verlängert, nachdem er zuvor nur bis Weihnachten als Interimscoach tätig sein wollte. «Ich habe gute Gespräche mit der Vereinsleitung geführt», sagt der 34-Jährige. Staudenmann hat Gefallen an der Arbeit mit dem Team gefunden und geniesst intern hohe Akzeptanz. Allerdings ist er beruflich als CEO einer Kommunikationsagentur stark belastet und wird zudem in Kürze zum zweiten Mal Vater.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch