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Grosses Drama mit Happyend

Der BSV Bern Muri steht im Halbfinal. Die Berner bezwingen St. Otmar St.Gallen in einem extrem aufwühlenden Spiel 39:38 nach Siebenmeterwerfen.

Die Teamkollegen heben Siegtorschütze Nico Eggimann hoch.
Die Teamkollegen heben Siegtorschütze Nico Eggimann hoch.
Raphael Moser

Was für ein Spiel, was für eine Dramatik. Da liegt der BSV Bern gegen St.Otmar während der ersten Halbzeit zeitweise mit vier Treffern in Führung, gerät nach einem Einbruch nach der Pause zeitweise mit fünf Einheiten in Rückstand, schafft erneut die Wende. 17 Sekunden vor Schluss erzielt Matthias Gerlich das 29:28, doch die Gäste kommen noch zu einem letzten Angriff und schaffen es, einen Siebenmeter herauszuholen.

Bo Spellerberg überwindet Edin Tatar, das Spiel geht beim Stand von 29:29 in die Verlängerung. Weiter geht es. Spellerberg sieht in der zweiten Minute der Überzeit die rote Karte, die Berner vermögen aber diesen Vorteil nicht auszunützen und geraten abermals in Rückstand. Mit Dominik Jurij sieht ein zweiter St.Galler die rote Karte, es kommt zwei Sekunden vor Ablauf der ersten Verlängerung zu einem Freiwurf, Matthias Gerlich steigt hoch, und trifft … den Pfosten. Noch immer nicht Schluss, weitere zweimal fünf Minuten Handball sind nötig.

In dieser setzt sich der BSV mit zwei Toren ab, ehe zum letzten Mal die Seiten gewechselt werden. Doch auch dies reicht noch nicht zur Entscheidung. St.Otmar gleicht wieder aus. Ein Treffer von Marco Strahm zum 37:35 wird eines strittigen Stürmerfouls nicht anerkannt. Michael Kusio vergibt zwei Gelegenheiten zur Entscheidung, dazwischen trifft Tobias Wetzel zum 36:36. Die Gastgeber haben die grosse Möglichkeit vergeben, in den Halbfinal einzuziehen. Der ultimative Showdown steht bevor, das Siebenmeterwerfen nach 80 Minuten packenden Spielgeschehens.

Der BSV gerät in Rückstand, ehe Edin Tatar die Würfe von Julian Rauch und Jan Gwerder abwehrt. Zum Schluss betritt der jüngste das Feld, der bis dann noch keine Sekunde gespielt hat. Nico Eggimann, das 18-jährige Spielmachertalent, steht Routinier Aurel Bringolf gegenüber. Und bleibt cool. Eggimann trifft, wird anschliessend von den Teamkollegen hochgehoben und gefeiert. Die Berner gewinnen das Spiel 39:38 nach Siebenmeterwerfen und stehen im Halbfinal, wo sie bereits am Sonntag (18 Uhr) auswärts beim Qualifikationssieger Kadetten Schaffhausen antreten.

Kurzfristig gewechselt

«Das ist unglaublich», entfuhr es BSV-Trainer Aleksandar Stevic. «Gleichzeiig möchte ich dem Gegner Respekt zollen, er hat ebenfalls eine herausragende Leistung gebracht». Nico Eggimann habe er erst während des Siebenmeterwerfers als letzten Schützen nominiert. «Ich wollte Gerlich als sicheren Schützen auf Position 4, um auszugleichen. Und war dann überzeugt, dass Nico ihn reinmacht.» Auch Wacker Thun hat sich durchgesetzt, im Kanton Bern wird also noch etwas Playoff-Handball gespielt.

BSV Bern - St. Otmar 39:38 (36:36, 32:32, 29:29, 15:13) n.P.

1213 Z. - Penaltyschiessen: Kaiser 0:1, Baumgartner 1:1; Pendic -, Getzmann -; Hedin 1:2, Kusio -; Rauch -, Gerlich 2:2; Gwerder -, Eggimann 3:2. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen BSV Bern, 7mal 2 Minuten plus 2 Disqualifikationen (Spellerberg, Jurij) gegen St. Otmar. – BSV Bern: Tatar (Ebinger); Eggimann (1/1), Schneeberger, Heer (1), Baumgartner (7/1), Getzmann (2/1), Striffeler (2), Kusio (3), Gerlich (10/8), Strahm (3), Szymanski (6), Mühlemann (2), Arn (2).

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