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Glarners Becken wird mit Platten und Schrauben geflickt

Matthias Glarner zog sich bei seinem Sturz von einer Gondel aus zwölf Metern Höhe neben einer Verletzung des Sprunggelenks eine vordere Beckenringsprengung zu. Was ist das genau?

Marco Oppliger
Matthias Glarner äusserte sich erstmals an einer Medienkonferenz im Inselsptial zu seinem Sturz. (6.7.2017)
Matthias Glarner äusserte sich erstmals an einer Medienkonferenz im Inselsptial zu seinem Sturz. (6.7.2017)
Christian Pfander
Glarner erinnert sich genau an den Sturz. Er habe noch versucht, sich auf den Bauch zu drehen.
Glarner erinnert sich genau an den Sturz. Er habe noch versucht, sich auf den Bauch zu drehen.
Christian Pfander
«Es war zu 100 Prozent mein Fehler», sagt Matthias Glarner.
«Es war zu 100 Prozent mein Fehler», sagt Matthias Glarner.
Christian Pfander
Stand am Donnerstagvormittag im Fokus: Schwingerkönig Matthias Glarner.
Stand am Donnerstagvormittag im Fokus: Schwingerkönig Matthias Glarner.
Christian Pfander
Neben Glarner sind auch Prof. Dr. med. Klaus Siebenrock, Chefarzt Orthopädische Chirurgie am Inselspital und Adrian Affolter, der Präsident des BKSV anwesend.
Neben Glarner sind auch Prof. Dr. med. Klaus Siebenrock, Chefarzt Orthopädische Chirurgie am Inselspital und Adrian Affolter, der Präsident des BKSV anwesend.
Martin Bürki
Glarner geht an Krücken: So betrat der Schwingerkönig am Donnerstagvormittag die Pressekonferenz.
Glarner geht an Krücken: So betrat der Schwingerkönig am Donnerstagvormittag die Pressekonferenz.
Martin Bürki
Matthias Glarner während des Oberländischen Schwingfests am 26. Juni in Grindelwald.
Matthias Glarner während des Oberländischen Schwingfests am 26. Juni in Grindelwald.
Andreas Blatter
Nur ein Tag danach hat sich Matthias Glarner am 27. Juni bei einem Sturz von einer Gondel zwei schwerere Verletzungen erlitten.
Nur ein Tag danach hat sich Matthias Glarner am 27. Juni bei einem Sturz von einer Gondel zwei schwerere Verletzungen erlitten.
Peter Klaunzer, Keystone
Der Sturz ereignete sich auf der Linie Twing – Käserstatt.
Der Sturz ereignete sich auf der Linie Twing – Käserstatt.
20 Minuten
Glarner arbeitet zu 80 Prozent bei den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg: Die Gondelstation Käserstatt.
Glarner arbeitet zu 80 Prozent bei den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg: Die Gondelstation Käserstatt.
Susanna Michel
Glarner ist rund zwölf Meter in die Tiefe gestürzt: Aussicht aus einer Gondel der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg.
Glarner ist rund zwölf Meter in die Tiefe gestürzt: Aussicht aus einer Gondel der Bergbahnen Meiringen-Hasliberg.
20 Minuten
Der Unfall passierte bei einem der obersten Masten - kurz vor der Bergstation Käserstatt. Glarner stand für das Shooting auf dem Dach einer Gondel.
Der Unfall passierte bei einem der obersten Masten - kurz vor der Bergstation Käserstatt. Glarner stand für das Shooting auf dem Dach einer Gondel.
20 Minuten
Die zwei Verletzungen sind eine vordere Beckenringsprengung  und eine schwerere Sprunggelenksverletzung: Glarner feiert seinen Sieg beim Eidgenössischen in Payerne. (28. August 2016)
Die zwei Verletzungen sind eine vordere Beckenringsprengung und eine schwerere Sprunggelenksverletzung: Glarner feiert seinen Sieg beim Eidgenössischen in Payerne. (28. August 2016)
Urs Flüeler, Keystone
Glarner habe Arbeiten auf der Gondel verrichtet – ein Fototeam der «Schweizer Illustrierten» war vor Ort: Glarner (r.) und Armon Orlik (l.) im Schlussgang beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Payerne. (28. August 2016)
Glarner habe Arbeiten auf der Gondel verrichtet – ein Fototeam der «Schweizer Illustrierten» war vor Ort: Glarner (r.) und Armon Orlik (l.) im Schlussgang beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Payerne. (28. August 2016)
Urs Flüeler, Keystone
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Das menschliche Becken hat eine Ringform. Im vorderen Bereich, oberhalb des Schambeins, wird dieser Ring durch diverse straffe Bänder zusammengehalten. Bei Glarner sind diese Bänder komplett gerissen.

«Diese Verletzung ist zum Glück nicht extrem schmerzhaft, da kein Knochen gebrochen ist», erklärt Professor Doktor Klaus Siebenrock. Der Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie am Inselspital Bern hat Glarner am Dienstag am Becken operiert.

Gerade für einen Schwinger ist eine Beckenverletzung allerdings gravierend, wird doch dieser Bereich in Wettkampf und Training extrem belastet. Deshalb haben sich die Ärzte dazu entscheiden, das Becken mit Schrauben und einer Metallplatte zu stabilisieren, damit die Bänder anschliessend wieder zusammenwachsen können.

Grafik: sus/Quelle: Wikipedia
Grafik: sus/Quelle: Wikipedia

Im schlimmsten Fall chronische Beschwerden

Etwas komplizierter ist die Situation bei Glarners Fussverletzung. Wie rasch die Genesung erfolgt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie gross der Knorpelschaden am Sprunggelenk ist.

Im schlimmsten Fall muss Glarner damit rechnen, dass ihn dadurch künftig chronische Beschwerden plagen werden. Diese Operation erfolgte jedoch erst am Abend.

Sicher ist: In dieser Saison wird der Schwingerkönig nicht mehr in den Sägemehlring steigen. Doch hält Siebenrock fest: «Eine Garantie hat man nie, aber die Chancen stehen gut, dass Matthias Glarner wieder schwingen kann.»

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