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Zwei Blicke in die Zukunft

Zürichs Milan Gajic erzielte beim 4:2 in Bern gegen YB ein Tor gegen seinen zukünftigen Klub, während der 19-jährige Leonardo Bertone für die Young Boys sein Debüt in der Startformation gab.

Leonardo Bertone spielt seit der Juniorenzeit bei YB. Am Sonntag war er zum ersten Mal in der Startformation.
Leonardo Bertone spielt seit der Juniorenzeit bei YB. Am Sonntag war er zum ersten Mal in der Startformation.

Auch nach dem Schlusspfiff prägen die Gäste das Bild. Verständlich, hat sich doch der FC Zürich mit einem überzeugenden Auftritt gegen YB eben die Europa-League-Qualifikation gesichert, während für YB nach dem 2:4 die Chancen aufs europäische Geschäft arg gesunken sind. Der FCZ hat eine starke Rückrunde hingelegt und auf den schwachen Saisonstart stark reagiert. Die «jungen Wilden» also dürfen jubeln: Josip Drmic, Mario Gavranovic und Stjepan Kukuruzovic.

Gajic: «So ist halt Fussball»

Einer aber ist schnell in der Garderobe, er ist auch als Erster wieder draussen, läuft schnurstracks zum Teambus und als er auf dem Weg dorthin aufgehalten wird, ist es ihm etwas unbequem. Milan Gajic ist kein Mann der grossen Worte, diese überlässt er anderen. Der Serbe hat massgeblichen Anteil am Höhenflug der Zürcher, er ist im zentralen Mittelfeld Lenker und Taktgeber, und gestern gegen YB gelang ihm vom Penaltypunkt aus auch wieder einmal ein Tor. Gajic traf souverän zum vorentscheidenden 3:1 und hat sich damit möglicherweise ein klein wenig ins eigene Fleisch geschnitten. Der 26-Jährige wird ab nächster Saison bekanntlich bei YB spielen, auch wenn dieser Transfer noch nicht offiziell bestätigt wurde.

«Als ich zum Elfmeter antrat, hatte ich nicht im Kopf, dass ich schon bald für YB spielen könnte. So ist halt Fussball», meint Gajic. Den Kontakt mit YB gesteht er ein, weist aber freundlich darauf hin, dass er beim FCZ noch einen Vertrag bis Ende Juni besitze. Gajic sagt, er sei geschmeichelt vom Interesse der Berner an seiner Person, dann lächelt er noch einmal scheu und fragt, ob er jetzt gehen dürfe, bevor er verschwindet.

Wo spielt Bertone in Zukunft?

Ein anderer gefragter Mann an diesem unterhaltsamen Fussballnachmittag im Stade de Suisse ist am Sonntag Leonardo Bertone. Der 19-Jährige, Stammkraft in der zweiten Mannschaft der Young Boys, kam gestern zu seinem Startelfdebüt in der Super League. YB-Trainer Bernard Challandes schenkte angesichts der schwierigen Personalsituation (Christoph Spycher fehlte gesperrt, Pascal Doubai verletzt) dem jungen Berner das Vertrauen auf der schwierigen Position vor der Abwehr.

Bertone, dort zumeist auf sich alleine gestellt, löste seine Aufgabe nicht schlecht, was nach dem Spiel auch Challandes befand. «Die Enttäuschung über das verlorene Spiel überwiegt schon», sagte der Youngster selbst zu seiner Leistung. Im Sommer läuft Bertones Vertrag bei YB aus, die Young Boys möchten ihn für die U-21 weiterverpflichten, er selbst aber eher «irgendwo in der Challenge oder Super League möglichst oft zum Einsatz kommen». Bertones Zukunft also ist noch offen.

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