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Zürich nimmt Abschied von Köbi Kuhn

Hunderte Trauergäste haben sich im Grossmünster eingefunden, um des «grössten Zürchers der letzten Jahre» zu gedenken.

Abschied von Köbi Kuhn: Persönlichkeiten aus Sport und Politik gedachten am Freitagnachmittag dem verstorbenen ehemaligen Nationaltrainer Köbi Kuhn. Video: Keystone-SDA

Am 26. November 2019 ist der frühere FCZ-Spieler und Nationaltrainer Köbi Kuhn im Alter von 76 Jahren verstorben. Heute um 14 Uhr hat der FC Zürich gemeinsam mit Pfarrer Christoph Sigrist zur Gedenkfeier für den Fussballer ins Zürcher Grossmünster geladen.

Der Aufmarsch der Trauergäste wurde von einem Medientross begleitet. Zur Gedenkfeier kamen unter anderem Ex-Fifa-Boss Sepp Blatter, Nati-Trainer Vladimir Petkovic sowie mehrere frühere Nationalspieler, darunter Alex Frei, Marco Streller und Pascal Zuberbühler. Die ganze Erste Mannschaft des FC Zürich gab sich die Ehre sowie viele ehemalige Freunde, etwa der Ex-FCB-Captain Karl Odermatt.

Stadtrat Filippo Leutenegger sprach von einem der grössten Zürcher der letzten Jahre: «Man kann erfolgreich sein, und doch bescheiden.» FCZ-Fans spannten vor Ort ein riesiges Transparent auf, wie im Letzigrundstadion.

Eine Schweizer Fussball-Legende

Jakob «Köbi» Kuhn war prägend für den Schweizer Fussball. Von 1960 bis 1977 spielte er für den FC Zürich, gewann dabei sechs Meisterschaften und fünfmal den Schweizer Cup. 1964 stand er mit dem FCZ gegen Real und 1977 gegen Liverpool im Meistercup-Halbfinal.

In seiner Karriere absolvierte er 63 Länderspiele, unter anderem im Nationalteam an der WM 1966 in England. Im Juni 2001 wurde Kuhn Nationaltrainer, er führte die Schweiz 2004 erstmals nach acht Jahren wieder an eine Europameisterschaft.

Einer der Grössten des Schweizer Fussballs ist gegangen: Am 26. November 2019 verstarb Köbi Kuhn im Alter von 76 Jahren . (Video: SDA)

Auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Deutschland schaffte Kuhns Team nach einem unvergessenen Barrage-Spiele gegen die Türkei. An der WM selbst blieb die Nationalmannschaft ungeschlagen, kassierte kein Tor und schied im Penaltyschiessen des Achtelfinals gegen die Ukraine aus.

Im Januar 2007 wurde Köbi Kuhn zum «Schweizer des Jahres 2006» gewählt. Sein letztes grosses Turnier war die EM 2008 im eigenen Land. Danach wurde er durch Ottmar Hitzfeld ersetzt.

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