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Zu Hause angekommen

Massimo Bisante ist vom FC Thun zum 2.-Ligisten FC Interlaken zurückgekehrt. Nach vielen ereignisreichen Jahren nimmt sich der Berner Oberländer nun Zeit, sich neu zu orientieren.

Zurück bei seinem Heimatklub Interlaken: Massimo Bisante (links).
Zurück bei seinem Heimatklub Interlaken: Massimo Bisante (links).
Walter Dietrich

Sein Vater wie auch sein Bruder hatten schon Fussball gespielt. Und so entscheidet sich der damals sechsjährige Massimo Bisante 2002 ebenfalls mit dem Kicken anzufangen. Bisante wächst in Interlaken auf, und da liegt es nahe, dass er seine Fussballkarriere beim grössten Verein des Berner Oberlands lanciert. Er durchläuft sämtliche Juniorenabteilungen, bis er mit 11 Jahren den Schritt in den Stützpunkt BeO-Ost schafft.

Es ist ein Meilenstein für den jungen Bisante und eine Zeit, die ihn und sein fussballerisches Können prägen. «Ich hatte damals einen super Trainer, der für mich wie eine Identifikationsfigur war», blickt Bisante auf die aufregende Zeit zurück. Der Coach habe gewusst, wie man junge, hungrige Jungs fördern und motivieren würde: «Anfang Saison sagte er uns, wenn es einer schaffen würde, das Spielfeld jonglierend zu überqueren, nehme er ihn mit an ein Nationalmannschaftsspiel. Das hat mich damals so motiviert, dass ich in jeder freien Minute den Ball nahm und jonglierte.»

Die ersten Schritte

Nach seiner Zeit im Stützpunkt gehört Bisante zu den Glücklichen, die den Schritt in die Juniorenabteilung des FC Thun schaffen. Für den jungen Bisante eine riesige Sache. «Es war für mich ein grosses Highlight, als ich das erste Mal in den Farben des FC Thun auflaufen durfte», erinnert er sich. Auch in Thun fasst Bisante schnell Fuss, schafft es in die ­U-15-Equipe.

In seiner Juniorenzeit bei den Thunern wird Bisante sogar für die Auswahlen der Nationalmannschaft aufgeboten – ein weiterer Meilenstein in der Karriere des Berner Oberländers. «Ich glaube, jeder Junior strebt einmal ein Aufgebot für die Nationalmannschaft an.» Es ist eine Bestätigung für die tollen Leistungen Bisantes, welche auch Verantwortlichen des Spitzenklubs aus Bern nicht verborgen bleiben. Und so kann Bisante den Wechsel zu YB in die U-16 realisieren, spielt fortan für die Stadtberner in Gelb-Schwarz. Auch in Bern vermag sich Bisante durchzusetzen und durchläuft bei YB die Juniorenabteilungen bis in die U-21, wo er zwei Jahre spielt.

Erster Rückschlag

In der zweiten Saison bei YB erlebt Bisante jedoch den ersten grösseren Rückschlag in seiner Karriere. «Man teilte mir das erste Mal mit, dass meine Leistungen nicht mehr genügen und ich nicht länger für YB spielen kann.» Doch er gibt nicht auf und kehrt zum FC Thun in die U-21 zurück, wo er wenig später sogar zum Captain ernannt wird. In der Zeit, in der Bisante für die Thuner spielt, bekommt er auch die Möglichkeit, sich in der ersten Equipe zu präsentieren, schnuppert sogar zweimal an einem Debüt, als er im Cup und in der Meisterschaft auf der Bank der Thuner Platz nehmen darf. «Das war eine Riesenerfahrung für mich», erklärt Bisante stolz. Das erste Mal, war er ganz nahe an der Erfüllung seines Kindheitstraums.

Der Traum platzt

Trotz diesen tollen Erfahrungen und guten Leistungen in den Trainings heisst es Ende der Saison, dass man nicht mit Bisante plane und er auch beim FC Thun gehen müsse. Für Bisante unverständlich, da er doch immer gute Rückmeldungen erhalten habe. «Natürlich war die Enttäuschung für mich sehr gross. Der Traum des Profifussballers war geplatzt.»

Und dennoch kämpft der 21-Jährige weiter, sucht Anschluss bei andern Vereinen und steht kurze Zeit später im Tessin beim Challenge-Ligisten Chiasso für eine Probewoche auf dem Platz. Der Trainer ist von Bisante überzeugt, doch die Verantwortlichen entscheiden sich gegen ihn. Also sucht Bisante bei anderen Klubs in der Region weiter, wie Breitenrain oder Köniz, die zu diesem Zeitpunkt aber keine neuen Spieler mehr verpflichten.

Wegen seines Wohnortes und Jobs entscheidet sich Bisante, zu seinen Wurzeln zum FC Interlaken zurückzukehren. Für ihn die absolut richtige Entscheidung. «Ich bin froh, bin ich wieder hier in Interlaken. Man kann sagen, dass ich zu Hause angekommen bin.»

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