YB-Zukunft: Viel Arbeit für die Kaderarchitekten

Im Winter dürfte kein Spieler YB verlassen, im Sommer laufen zwei grosse Verträge aus.

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6 bis 8 aktuelle YB-Spieler dürften in zwei, drei Jahren nicht mehr in Bern engagiert sein. Die Kaderarchitekten wissen natürlich Bescheid um das gewaltige Interesse an den Toptalenten im Team. «Es gehört zu unserer Philosophie, die jungen Spieler auf einen Transfer zu einem grösseren Klub vorzubereiten», sagt Christoph Spycher. Der Sportchef hat während seiner 15 Monate langen Amtszeit in Bern bereits mehrere bedeutende Verkäufe abgewickelt.

Und die nächste Abgangs­welle begabter Kräfte dürfte ab Sommer 2018 erfolgen. «Unser Ziel ist es, im Winter alle Spieler zu halten», sagt Spycher. Die Fussballer hätten ihm versichert, diese Saison bei YB ­beenden zu wollen. Auch der seit kurzem 24-jährige Aufsteiger Roger Assalé hat kein Interesse, die Young Boys nach nur 12 Monaten schon zu verlassen.

Umworbenes Trio

Neben Assalé sind Kevin Mbabu und Kasim Nuhu besonders umworben. Auch beim Konkurrenten Basel beobachtet man die Entwicklung des Trios. «Wir sind entspannt», sagt Spycher. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für einen Spieler von uns inte­ressant sein könnte, in der Schweiz zu wechseln.»

Zeugnis der YB-Spieler aus 33 Partien.

Das Ziel, ein jüngeres, günstigeres Team zu haben, hat Spycher erreicht. Und im Sommer laufen die Verträge zweier Grossverdiener aus. Captain Steve von Bergen war davon ausgegangen, 2018 seine Karriere zu beenden. Nun hat er sich nach starken Leistungen ja entschieden, mindestens eine weitere Saison zu bestreiten. Bei YB – oder bei seinem Heimatklub Xamax, der vermutlich in die Super League aufsteigt. «Wir werden uns im Frühling in aller Ruhe zusammensetzen», sagt Spycher. Würde der im Sommer 35-jährige von Bergen gehen, müsste YB einen neuen Abwehrchef verpflichten.

Mit Miralem Sulejmani wiederum finden längst Gespräche statt. Der serbische Feinfuss hat seine Darbietungen deutlich stabilisiert. Er hat signalisiert, in Bern bleiben zu wollen, stellt sich aber einen lukrativen Mehrjahresvertrag vor. Spycher sind bei der Ausarbeitung des neuen Kontraktes Grenzen gesetzt. Die Frage wird sein, welche Prioritäten der 29-jährige Sulejmani bei seinem wohl letzten grossen Vertrag setzt.

fdr

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