YB stürmt mit Afrika-Connection an die Spitze

YB bezwingt Lugano mit 3:0 und ist neuer Leader in der Super League. Matchwinner mit zwei Toren war Jean-Pierre Nsamé.

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Peter Berger@PeterBerger67

YB steht nach sieben Runden an der Spitze der Super League. Die Berner liegen nach dem 3:0 über Lugano nun einen Zähler vor dem FC Zürich und drei vor Basel. Für einmal hat YB damit einen Strauchler des FCB ausnützen können. Der Meister war am Samstag im St.-Jakob-Park überraschend Schlusslicht Lausanne mit 1:2 unterlegen. Der Aufsteiger FCZ hatte gegen St. Gallen (1:1) Punkte abgegeben.

Jean-Pierre Nsamé brachte YB kurz vor der Pause in Führung. Der von Servette gekommene Stürmer stand nach einem Corner von Miralem Sulejmani richtig und profitierte von der Verwirrung in der Lugano-Abwehr. Der Kameruner sicherte später mit seinem zweiten Treffer zum 3:0 den Sieg endgültig.

«Ich bin sehr zufrieden, wir alle dürfen zufrieden sein», meinte der Matchwinner nach dem Spiel. «Wir haben getroffen, kein Tor erhalten und sind Leader. Das war ein perfekter Nachmittag.» Für Nsamé waren es im sechsten Spiel für YB die Tore drei und vier. Dazwischen hatte auch noch der nach der Pause für den angeschlagenen Guillaume Hoarau gekommene Roger Assalé zum ersten Mal in dieser Saison getroffen.

Doppeltorschütze Nsamé gibt nach dem 3:0 gegen Lugano Auskunft. Video: Peter Berger

Die Nationalspieler aus Afrika

Der Ivorer Assalé profitierte dabei vom Zuspiel des kurz zuvor eingewechselten Nicolas Moumi Ngamaleu. Der von Altach übernommene Offensivspieler gab nach einer Stunde für den verletzten Leonardo Bertone ein auffälliges Debüt für die Berner. Ngamaleu hatte die vergangenen zwei Wochen wie Nsamé mit dem Nationalteam von Kamerun verbracht. «Wir haben uns vorher nicht gekannt», erzählte Nsamé. «Ich habe ihm etwas über YB berichtet, um ihm die Integration zu erleichtern. Er hat sich sofort gut eingefügt und auch mit Roger harmoniert», lobte Nsamé den Landsmann.

Wie die beiden Kameruner waren auch Sékou Sanogo und As­salé für die Elfenbeinküste mit ihrem Nationalteam im Einsatz gestanden und erst Ende Woche nach Bern zurückkehrt. Das Quartett hat die Reisestrapazen problemlos überstanden. Sanogo war mit Fortdauer der Partie der klare Chef im Mittelfeld, und ­vorne wirbelte nach einer Stunde das Trio Nsamé, Assalé und Ngamaleu. Mit Erfolg.

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Berner Zeitung

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