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Wie erklär ichs meinem Sohn?

Die GC-Misere fordert das Beste vom Vater.

Am Sonntag machte ich mit meinem siebenjährigen Sohn einen Spaziergang. Wir mussten reden, von Mann zu Mann. Denn wir beide sind – man wählt solches nicht aus – GC-Fans.

Schon als er noch ein Baby war, begleitete er mich im Wickeltuch an die Heimspiele. Später kam er wegen der Wurst in den Letzigrund, lernte allmählich die Spielregeln und begann sich mit GC zu identifizieren. Unvergessen, wie er eine Träne verdrückte, als sein erster Lieblingsspieler ins Ausland verkauft wurde.

Mein Sohn hat es zurzeit nicht leicht auf dem Pausenplatz. Doch er steht, gegen alle Widrigkeiten, zu seinem Club – und ich bin stolz auf ihn, wie er sich durchschlägt.

Wir redeten also. Darüber, was es heisst, ein Fan zu sein. Über die Geduld, die es manchmal braucht, bis ein Tief überstanden ist. Wir sprachen über falsche Fans, die aus Dummheit und Frust einem Club schaden. Ja, ich musste ihn auf den möglichen Abstieg in die Challenge League vorbereiten. Damit es nicht die FCZ-Fans in der Schule machen.

Nati B? Wir haben uns während des Spaziergangs damit abgefunden. Und wir haben beschlossen, dass wir dann sicher weiterhin zusammen ans Spiel gehen. Weil dann vielleicht ein paar falsche Fans weniger in der Kurve stehen. Und weil wir dann womöglich sogar das eine oder andere Spiel wieder gewinnen werden. So hoffen wir, mein Sohn und ich. So wie wir nach wie vor hoffen, dass es vielleicht doch noch anders kommt.

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