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Wer ist schuld am Real-Desaster?

In Spanien ist die Aufarbeitung von Real Madrids schwerer Schlappe im Clásico gegen den FC Barcelona in vollem Gang.

Versager statt Matchwinner: Reals Fans sind gar nicht zufrieden mit Cristiano Ronaldo.
Versager statt Matchwinner: Reals Fans sind gar nicht zufrieden mit Cristiano Ronaldo.
Keystone

Über 76 Prozent der Befragten eines Oline-Votings der spanischen Sportzeitung «Marca» glauben nicht mehr, dass Real Madrid die Meisterschaft noch gewinnen kann. Die Königlichen liegen schon sechs Punkte hinter dem Erzrivalen, vor allem aber hatten sie dem FC Barcelona am Samstagabend im Clásico vor heimischer Kulisse nichts entgegenzusetzen. Mit dem 0:4 war Real noch gut bedient, und die Sportzeitung «Marca» titelte: «Barça zerstört Benitez».

Auch rund 62 Prozent der weit über 100'000 Abstimmungsteilnehmer (Stand Sonntagmittag) auf der «Marca»-Website sind der Meinung, dass Trainer Rafael Benitez nicht mehr tragbar ist für Real. Laut «Marca» ist die Entlassung des Mannes, der mit Liverpool 2005 die Champions League gewann, gar schon beschlossene Sache. Es gehe nur noch um den Zeitpunkt: schon jetzt oder erst im kommenden Sommer.

Und was sagt Benitez zum Desaster? «Es tut sehr weh, aber es ist jetzt nicht die Zeit für Schuldzuweisungen. Wir müssen jetzt zusammenhalten. Das ist das Wichtigste.»

Als Hauptschuldigen für die Krise sieht das Fussballvolk Clubpräsident Florentino Pérez (41,7 %) vor Benitez (32,9 %) und den Spielern (25,4 %). Im Stadion forderten zahlreiche Anhänger Pérez' Abgang.

Die Startformation gegen Barça hielten nur knapp 35 Prozent für die richtige. Die Hitliste der enttäuschendsten Kicker führt Garath Bale (16,1 %) an – knapp vor Cristiano Ronaldo (15,5 %), Danilo (13,5 %), Karim Benzema (12,4 %) und dem deutschen Weltmeister Toni Kroos (9,7 %).

Reals Schwäche – und die Überlegenheit des FC Barcelona – manifestiert sich auch in der Ballbesitz-Statistik: Die Madrilenen kamen gerade einmal auf 41 Prozent, seit der Saison 2007/08, als sie 4:1 gewannen, waren sie nie mehr das Team mit dem höheren Anteil.

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