Wenn für Liverpool-Fans die Hölle gefriert

Das Derby von Manchester steht am Mittwoch an, und für einmal drücken Fans von Liverpool ihrem Erzrivalen die Daumen.

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Es steht 20:18. Manchester United führt – vor Liverpool. Bei diesem Vergleich handelt es sich um englische Meistertitel. Seit 1976 waren die Reds aus Liverpool Rekordmeister, 2009 zogen die Red Devils aus Manchester gleich und 2011 vorbei. Mittlerweile wartet Liverpool seit 29 Jahren auf den 19. Meistertitel. In der 1992/1993 geschaffenen Premier League wäre es sogar der erste Triumph.

Heuer sollte es endlich klappen, die Reds führten die Tabelle mehrfach in dieser Saison an. So auch jetzt, die Citizens haben aber eine Partie weniger bestritten. Am Mittwoch treffen die Himmelblauen im Derby auf Stadtrivale United (ab 21 Uhr live im Ticker). Und jetzt kommt die Krux: Nun müssen die Liverpool-Anhänger für einmal dem Erzrivalen die Daumen drücken. Eigentlich undenkbar!

«Nur, wenn es nichts anderes zu tun gibt»

Bis jetzt. Denn Liverpool kann aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden, braucht also Schützenhilfe. Die Citizens treffen in den letzten vier Partien noch auf Burnley, Leicester, Brighton und eben Manchester United. Der grösste Stolperstein scheint klar das heutige Derby zu sein. Erschwerend für die Citizens kommt hinzu, dass Schlüsselspieler Kevin de Bruyne das Derby wohl verletzt verpasst. Die Reds-Fans müssen nun hoffen, dass City Punkte liegenlässt. So hätte Liverpool das Schicksal wieder in eigenen Händen.

Einer, der nicht an die Schützenhilfe der Red Devils glaubt, ist der Liverpool-Trainer. Jürgen Klopp sagte vor der womöglich meisterschaftsentscheidenden Partie: «Das Derby in Manchester können wir nicht beeinflussen. Und es sieht auch nicht so aus, als könnte dies Manchester United tun.» Der 51-jährige Deutsche fügte an: «Wir müssen uns nur auf unsere Sachen konzentrieren. Das hat bisher sehr gut funktioniert, und ich sehe keinen Grund, warum wir das ändern sollten.» Er ist sich nicht einmal sicher, ob er sich das Spiel ansehen werde. «Nur, wenn es nichts anderes zu tun gibt.»

Schlechte Phase der Red Devils

Gegen einen Punkt für United spricht die aktuelle Lage. Die Red Devils haben von den letzten fünf wettbewerbsübergreifenden Spielen deren vier verloren und nur eins gewonnen. Bei City ist die Bilanz genau umgekehrt: 4 Siege, 1 Niederlage. In den letzten fünf Manchester-Derbys gab es für die United drei Niederlagen, ein Remis und nur einen Sieg. Die Reds wären froh, würde sich diese Bilanz heute verbessern.

hua

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