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Bundesligist feuert seinen Schweizer Trainer

Der FSV Mainz 05 trennt sich per sofort vom Walliser Martin Schmidt. Die Clubführung spricht von einem «gemeinsamen Entscheid».

Auf Jobsuche: Martin Schmidt muss Mainz verlassen. (20. Mai 2017)
Auf Jobsuche: Martin Schmidt muss Mainz verlassen. (20. Mai 2017)
Jürgen Schwarz/Getty
Der Walliser hat mit viel Engagement das Bundesliga-Team geführt und ist bei den Fans äusserst populär gewesen. (8. Dezember 2016)
Der Walliser hat mit viel Engagement das Bundesliga-Team geführt und ist bei den Fans äusserst populär gewesen. (8. Dezember 2016)
Torsten Silz, Keystone
Schmidt ist es immerhin gelungen, dass Mainz vorzeitig den Ligaerhalt geschafft hat. (Mai 2017)
Schmidt ist es immerhin gelungen, dass Mainz vorzeitig den Ligaerhalt geschafft hat. (Mai 2017)
Alex Grimm/Getty
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Dies teilte der Tabellen-15. der abgelaufenen Bundesliga-Saison am Montag auf seiner Homepage mit. Der Vertrag des 50-jährigen Wallisers ist noch bis 2018 gültig. Schmidt war seit Februar 2015 Trainer des Vereins aus dem Bundesland Rheinland-Pfalz.

Die ersten beiden Saisons hatte Mainz unter Schmidt mit Rang 11 nach dem ersten Halbjahr (Übernahme bei Rang 14) beziehungsweise einem verblüffenden 6. Rang und der Qualifikation für die Europa League abgeschlossen.

«Die Mission erfüllt»

In dieser Saison sicherte erst der 4:2-Derby-Sieg gegen Eintracht Frankfurt am vorletzten Spieltag den Mainzern den Klassenerhalt. «Martin Schmidt hätte seinen Vertrag nach 2018 nicht verlängert», sagte Manager Rouven Schröder bei einer Medienkonferenz. In einer Clubmitteilung ist von einem «gemeinsamen Entscheid» die Rede.

«Wir brauchen einen neuen Impuls. Und für uns ist auch die mittelfristige Planung wichtig. Martin Schmidt hätte seinen Vertrag nach 2018 nicht verlängert», erklärte Schröder und betonte: «Er hat einen tollen Job gemacht und diesen Verein geprägt. Er hat das Team in einer schwierigen Situation übernommen und danach direkt in die Europa League geführt. Mit dem Klassenerhalt hat er jetzt noch einmal so etwas wie eine Mission erfüllt.»

Nachfolge noch nicht geregelt

Die Nachfolge von Schmidt sei noch nicht geregelt. «Es gibt auch kein Zeitfenster», sagte Schröder. Als ein Nachfolge-Kandidat gilt der bisherige U23-Trainer Sandro Schwarz. Der 38-Jährige ist zwar mit der 2. Mannschaft der Mainzer aus der 3. Liga abgestiegen, hat aber intern ein hohes Ansehen. Zudem hatte der FSV zuvor schon Schmidt und auch den heutigen Dortmunder Coach Thomas Tuchel intern befördert.

Im Frühjahr dieses Jahres war Mainz unter Martin Schmidt in eine Krise geschlittert. Es gab fünf Niederlagen in Serie und nur zwei Siege aus 13 Spielen bis Mitte April. Damals machte immer wieder machte eine mögliche Entlassung Schmidts in den Medien die Runde – nachdem der Walliser davor noch als Wunschkandidat für die Nachfolge des später bei Bayer Leverkusen entlassenen Roger Schmidt gehandelt worden war.

Mitte April vor der Ablösung

«Auch wenn wir die Zusammenarbeit jetzt vorzeitig beenden, so gehen wir definitiv im Guten auseinander, denn Martin Schmidt hat für uns in der Bundesliga und zuvor auch schon über fast fünf Jahre bei der U23 sehr gute Arbeit geleistet und im Verein seine Fussspuren hinterlassen. Ihn begleiten unsere besten Wünsche für seine persönliche Zukunft», heisst es weiter auf der Webseite des Bundesligisten.

Vor einem Monat sprachen die Verantwortlichen dann Martin Schmidt das Vertrauen aus – allerdings nur bis Saisonende. Nun folgte die Trennung. Insgesamt absolvierte er 81 Pflichtspiele als Trainer der ersten Mannschaft und errang dabei 29 Siege und 18 Unentschieden. Davor war er seit 2010 im Nachwuchs der Rheinhessen.

Schmidt war erst der fünfte Trainer in der Bundesliga-Geschichte des Clubs. 2004 stieg der Verein unter Jürgen Klopp zum ersten Mal in die erste Bundesliga auf. Vor seiner Beförderung war Schmidt seit 2010 im Mainzer Nachwuchs tätig. Die Rheinhessen waren an einem Junioren-Turnier auf den damaligen U21-Trainer des FC Thun aufmerksam geworden und verpflichteten ihn bald darauf.

SDA/oli/fal

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