Vorne hui, hinten pfui

YB gastiert am Sonntag in Lausanne, Thun empfängt Lugano (beide 13.45 Uhr). Die Berner Teams erhalten zu viele Gegentore.

Der YB-Chefcoach Adi Hütter nach dem Cupout und vor dem Spiel gegen Lausanne im Video-Interview.

Es sind Zahlen, die den Thunern zu denken geben können. In den bisher 23 Saisonpartien sind sie elfmal 1:0 in Führung gegangen, haben aber nur viermal gewonnen. Zum Vergleich: Die Young Boys haben aus 14 1:0-Vorsprüngen elf Siege geholt.

Thuns Trainer Jeff Saibene findet jedoch nicht, dass sich aus dieser Statistik grundsätzliche Probleme ableiten lassen. «So ist Fussball», sagt er vor dem Heimspiel gegen Tabellennachbarn Lugano (Sonntag, 13.45 Uhr). Und er fordert: «Wir müssen so auftreten wie zuletzt.»

Formstarke Tessiner

Seit der Winterpause haben die Thuner in fünf Partien sieben Punkte geholt. Und es könnten gar mindestens drei mehr sein, hätten sie vor Wochenfrist beim Derby in Bern nicht eine 2:0-Führung preisgegeben.

Die Niederlage nerve ihn noch immer, sagt Offensivakteur Matteo Tosetti. Der Tessiner findet aber: «Wir sind auf einem guten Weg.» Er ist überzeugt, dass sich der FCT bald nicht mehr mit dem Abstiegskampf beschäftigen muss.

Dafür wäre ein Sieg gegen Lugano hilfreich. Die Tessiner sind allerdings in Form. In diesem Jahr haben sie erst einmal ver­loren (gegen Basel), aber schon dreimal gewonnen.

Seit der neue Trainer Paolo Tramezzani übernommen habe, agiere Lugano sehr gefestigt, sagt Saibene. Und Tosetti warnt vor Stürmer Ar­mando Sadiku. Der Albaner hat seit seinem Wintertransfer vom FC Zürich in fünf Matchs viermal getroffen.

Hütters Fokus auf Defensive

Bei den Young Boys gibt derweil die Defensive zu reden. In der Rückrunde haben die Berner in fünf Partien elf Gegentreffer erhalten. Nur der Gegner vom Sonntag, Lausanne (13.45 Uhr), weist während derselben Zeitspanne einen schwächeren Wert aus.

«Wir kassieren leider zu viele Tore», sagt YB-Trainer Adi Hütter. Um diesen Missstand zu beheben, hat der Österreicher in den vergangenen Trainings intensiv den Fokus auf die Arbeit gegen den Ball gelegt.

«Wir können nicht immer voll attackieren, müssen eine Variante B haben», sagt er. Hütter hütet sich aber davor, einzelne Akteure zu kritisieren. «Wir müssen als Team die Fehler aus­merzen», findet er. Am Sonntag bei Lausanne, das seit Anfang Oktober sieglos ist, muss Adi Hütter auf die gesperrten Kevin Mbabu und Leonardo Bertone sowie den verletzten Denis Zakaria verzichten.

Gut möglich, erhält im Mittelfeld an der Seite von Sékou Sanogo der junge Michel Aebischer eine Spielgelegenheit. Im Sturm kehrt Goalgetter Guillaume Hoarau nach seiner Gelbsperre zurück.

dwu

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