Vom Helden zum Deppen innert Sekunden

Der irische U-17-Goalie Jimmy Corcoran wird im EM-Viertelfinal zur tragischen Figur.

Jimmy Corcorans Parade und der folgende Frust. (Video: news.com.au)

Freud und Leid liegen nahe beieinander. Normalerweise sind diese beiden extremen Gefühle aber auf zwei verschiedene Teams oder Personen verteilt. Nicht so in diesem Fall. An der U-17-EM in England trafen Irland und Holland aufeinander. Nach 90 Minuten und Verlängerung stand es 1:1, es folgte das Penaltyschiessen.

Hier tat sich der irische Keeper Jimmy Corcoran hervor. Er parierte den letzten holländischen Versuch, verhinderte damit den Halbfinaleinzug des Gegners und freute sich riesig über seine Parade. Die Freude währte aber nur kurz. Der Schiedsrichter hatte gesehen, dass sich der Goalie beim Penalty von der Torlinie wegbewegt hatte. Somit zählte diese Abwehr nicht.

16-Jähriger zeigt Grösse

Aber es kam für Corcoran noch schlimmer: Für seinen Fauxpas wurde er verwarnt. Und da er bereits zuvor Gelb gesehen hatte, flog er mit Gelb-Rot vom Platz. Corcoran war untröstlich, vergoss Tränen. Seine Mitspieler versuchten ihn zu trösten, es gelang nicht.

Da der Keeper nicht mehr auf dem Platz stand, musste der irische Feldspieler Oisin McEntee für den zu wiederholenden Penalty ins Tor. Dieses Mal traf Captain Daishawn Redan aber seinen Versuch, Holland stand im Halbfinal, Irland war ausgeschieden. Corcoran wollte sich am liebsten in Luft auflösen.

24 Stunden später zeigte der 16-Jährige Grösse. Via Twitter äusserte er sich zum Vorfall: «Ich möchte allen für ihre Unterstützung danken. Es ist nun an der Zeit, zu akzeptieren, dass die Entscheidung (des Schiedsrichters, Red.) korrekt war, wir werden weitermachen und daraus lernen, um stärker zu werden.»

hua

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