Bayern entgehen nur knapp einer Blamage

Dank eines Doppelschlags kurz vor Schluss bezwingt Bayern München einen Zweitligisten. Urs Fischer und Berlin sind ebenfalls weiter.

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7 Minuten vor Schluss stehen die Bayern noch vor einem Debakel und Bochum kurz vor der Sensation. Doch dann rettet ein später Doppelschlag in der zweiten Runde des DFB-Pokals die Münchner: Zuerst trifft Gnabry in der 83. Minute aus kurzer Distanz, in der 89. Minute sorgt Müller für die Entscheidung und Erlösung aus Bayern-Sicht.

Das Unterklassige Bochum kann sich für einen starken Auftritt schlussendlich nicht belohnen. Bayern-Spieler Davies dürfte besonders froh sein, dass seine Vorderleute doch noch zwei Tore erzielten: Der 18-Jährige hatte mit einem Eigentor in der 1. Halbzeit das 0:1 verschuldet.

Bayern-Coach Kovac konnte die Marschrichtung gerade noch rechtzeitig ändern, er wechselte Lewandowski, Coutinho und Müller ein. Müller sagt nach dem Spiel im Interview: «Das sind Glücksgefühle. Ein Siegtor bei einem K.o.-Spiel zu erzielen ist immer schön. Der ganzen Mannschaft ist eine grosse Last von den Schultern gefallen.»

Fischer und Union siegen in Freiburg

Ebenfalls ein später Doppelschlag verhalf Union Berlin zum erstmaligen Einzug ins Achtelfinale seit sechs Jahren. Im Duell beim Bundesliga-Überrachungsdritten SC Freiburg setzte sich der Aufsteiger am Dienstagabend durch die Treffer von Robert Andrich in der 86. Minute und Christian Gentner in der Nachspielzeit überraschend mit 3:1 (1:1) durch. «Wir fahren nach Berlin», skandierten die Union-Fans.

Joshua Mees (36. Minute) hatte die Gäste-Mannschaft vom Schweizer Trainer Urs Fischer in Führung gebracht, noch vor der Pause war Freiburgs Nationalspieler Robin Koch (45.+2) aber der Ausgleich gelungen, ehe Andrich und Gentner vor 24'000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion für die Entscheidung sorgte.

Die Berliner, die es 2001 sogar mal bis ins Finale geschafft hatten, stimmten sich damit perfekt auf das Derby in der Meisterschaft am kommenden Samstag zu Hause gegen Hertha BSC ein. Die Freiburger bekamen nach einer bisher wundersamen Saison einen Dämpfer.

Kölns Blamage in Saarbrücken

Der 1. FC Saarbrücken hat den 1. FC Köln blamiert und aus dem DFB-Pokal geworfen. Der Spitzenreiter der viertklassigen Regionalliga-Südwest setzte sich am Dienstagabend in der zweiten Runde sensationell mit 3:2 (0:0) gegen den harmlosen Bundesliga-Aufsteiger durch. Köln konnte zwischenzeitlich aus einem 0:2 ein 2:2 machen, kassierte den entscheidenden Gegentreffer dann aber in der 90. Minute.

Erstliga-Konkurrent TSG Hoffenheim setzte sich hingegen am Ende problemlos 2:0 gegen den MSV Duisburg durch. Florian Grillitsch (53.) und Sargis Adamyan (59.) schossen die Tore.

VfB siegt gegen HSV

Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart hat sich für die peinliche 2:6-Pleite beim Hamburger SV in der 2. Bundesliga rehabilitiert und ist mit einem 2:1 nach Verlängerung über denselben Gegner ins Achtelfinale eingezogen. Der eingewechselte Hammadi Al Ghaddioui sorgte in der 114. Minute mit einem Drehschuss für den Siegtreffer der Stuttgarter.

Schalkes Zittersieg

Erst furios, dann noch mächtig gezittert: Auch Schalke 04 hat es geschafft und dabei möglicherweise ein neues Traum-Duo für den Sturm gefunden. Die Gelsenkirchener überrumpelten den Zweitliga-Zweiten Arminia Bielefeld mit drei Toren in den ersten 32 Minuten und gewannen am Dienstagabend vor 26 203 Zuschauern in der ausverkauften Arena nach Gegentreffern von Fabian Klos (71.) und Cebio Soukou (77.) letztlich gerade noch mit 3:2 (3:0). Dabei benötigten sie bei einem Pfostenschuss von Bielefeld in der 90. Minute sehr viel Glück.

dpa/te

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