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Umbruch beim FC Breitenrain

Der FC Breitenrain hat an der HV einen sechsstelligen Verlust präsentiert. Eine Taskforce soll helfen, den Club zu stabilisieren.

«Der Spielbetrieb für die aktuelle Saison ist gesichert»: FCB-Präsident Claudio A. Engeloch (Archivbild).
«Der Spielbetrieb für die aktuelle Saison ist gesichert»: FCB-Präsident Claudio A. Engeloch (Archivbild).
Christian Pfander

Der FC Breitenrain hat sich in der Promotion League etabliert. In der dritthöchsten Liga der Schweiz spielt der Quartierclub seit sieben Jahren eine hervorragende Rolle.

Auch in der aktuellen Saison belegt die Mannschaft aus dem Berner Nordquartier nach der Vorrunde den sechsten Platz, was angesichts der hohen Qualität mit etlichen ambitionierten Vereinen enorm hoch einzustufen ist. Allerdings hat eine Equipe, die in dieser Liga bestehen will, auch ihren Preis.

Denn es ist eine Utopie zu glauben, dass exzellent ausgebildete Fussballer, die beinahe Profis geworden wären, welche vier- bis fünfmal pro Woche trainieren und fast ihre komplette Freizeit opfern, den Aufwand zum Nulltarif betreiben. Auch der administrative Bedarf eines Promotionsligisten verursacht Kosten. Viel Geld, welches, wenn es nicht gerade von grosszügigen Mäzenen eingespeist wird, von irgendwo herkommen muss.

Sechsstelliger Verlust

Auch der FC Breitenrain hat mit diesem Umstand zu kämpfen, und so musste FCB-Präsident Claudio A. Engeloch an der Hauptversammlung vom Montag im Berner Kursaal einen sechsstelligen Verlust präsentieren.

«Der Spielbetrieb für die aktuelle Saison ist jedoch dank einigen, in den letzten Wochen gewonnenen Spenden von namhaften Sponsoren gesichert», erklärte Engeloch. Trotzdem will der Präsident mit seinem Verein in «eine saubere Zukunft», um auch langfristig auf diesem Niveau zu überleben.

Dafür bedarf es indes einiger umfassender Sanierungsmassnahmen, die auf diversen Ebenen erfolgen sollen. Eine Taskforce, der auch ausgewiesene Finanzspezialisten angehören, soll jetzt helfen, neue gesunde Strukturen zu schaffen, den Verein, der auch einen gewissen Kultstatus innehat, auf vielen Ebenen zu optimieren und in eine sichere Zukunft zu führen. «Es muss Änderungen geben, wir müssen und wollen andere Wege gehen», sagte Engeloch.

Sollte sich mittelfristig zeigen, dass der Spielbetrieb finanziell nicht mehr stemmbar sei, wäre man aber bereit, einen Plan B ins Auge zu fassen und eine Liga tiefer zu spielen. Das Ziel ist aber ganz klar, weiterhin in der Promotion League zu agieren. «Wir befinden uns in einer Phase des Umbruchs, der gleichzeitig ein Aufbruch sein soll», meinte Engeloch.

Ohne Sportchef Truog

In die Rückrunde steigen wird der FCB ohne Sportchef Roland Truog, der erst zu Saisonbeginn sein Amt angetreten hatte. Nicht erfüllte gegenseitige Erwartungen führten zu Truogs Abgang. Die entstandene Vakanz wird allerdings nicht neu besetzt. Die sportliche Führung des Vereins soll künftig durch eine erweiterte Sportkommission in enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand wahrgenommen werden.

Die Sportkommission wurde bereits im vergangenen Mai installiert, sie besteht aus den ehemaligen Fanionspielern Oliver und Alain Portmann und Tiziano Esposito und soll gegebenenfalls noch ergänzt werden.

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