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Trotz Niederlage herrscht Freude

Der FC Langenthal verliert das letzte Saisonspiel gegen Baden 0:3. Die Niederlage vermag die Glücksgefühle indes nicht zu trüben. Die Freude über den Klassenerhalt überwiegt.

Wird auch nächste Saison für Langenthal stürmen: Angreifer Gregory Gemperle.
Wird auch nächste Saison für Langenthal stürmen: Angreifer Gregory Gemperle.
Marcel Bieri

Es hätte der perfekte Saisonabschluss werden können. Doch daraus wurde nichts. Nach neun ungeschlagenen Partien in Serie ging Langenthal in der 1. Liga gegen Baden als Verlierer vom Platz. Die Aargauer waren die verdienten Sieger.

Ihr Wille, das letzte Saisonspiel noch siegreich zu gestalten, war grösser als bei den Einheimischen. Ein früher Gegentreffer in der 4. Minute ­ebnete den Weg zum Erfolg. Die Gäste agierten gradliniger, gingen entschlossener in die Zweikämpfe und präsentierten sich im gegnerischen Strafraum kaltblütiger.

Trotzdem hätte das Spiel auch einen anderen Verlauf nehmen können, hätte der Unparteiische in der 52. Minute den Langenthalern nicht zu Unrecht einen Elfmeter verweigert. Stattdessen verwarnte er FCL-Mittelfeldakteur Reto Heuscher wegen einer vermeintlichen Schwalbe. Nach dem 0:2 in der 58. Minute war die Vorentscheidung gefallen. Der Gegentreffer zum 0:3-Endstand hatte keine grosse Bedeutung mehr.

Erfolgreicher Systemwechsel

Auch FCL-Trainer Willy Neuenschwander sprach nach Spielschluss von einem verdienten Sieg für Baden. «Es fehlten uns heute die Spannung und die Konzentration. Dennoch überwiegt die Freude, unser Saisonziel souverän erreicht zu haben.»

Der Klassenerhalt stellt tatsächlich keine Selbstverständlichkeit dar, lagen die Oberaargauer doch noch zur Winterpause auf einem Abstiegsplatz. Erst eine imposante Aufholjagd mit neun Spielen ohne Niederlage hievte sie aus dem Tabellenkeller. Verschiedene Faktoren seien mitverantwortlich gewesen für die Leistungssteigerung.

«Einerseits konnten wir uns während der Saison personell verstärken, andererseits verhalf uns unter anderem ein Systemwechsel zu mehr defensiver Stabilität und einer unberechenbareren Spielweise im Angriffsspiel. Zudem hatten wir diverse Führungsspieler und eine gesunde Hierarchie im Team», bilanzierte der 70-Jährige, der auch in der kommenden Spielzeit als Coach amten wird.

Auch Gregory Gemperle, achtfacher Saisontorschütze, wird nächste Saison weiterhin für die Oberaargauer auflaufen. Aus seiner Sicht war es nicht vollkommen überraschend, dass seine Mannschaft nach dem Aufstieg zuerst in der 1. Liga ankommen musste.

«Wir machten einen Reifeprozess durch und vermochten uns kontinuierlich zu steigern.» Der 29-Jährige hob in erster Linie den Teamgeist hervor, spricht aber auch von organisatorischen und spielerischen Elementen, die man laufend habe verbessern können. «Wir gewannen an defensiver Stabilität und konnten mit schnellem Umschaltspiel ­Akzente setzen.»

Laut Trainer Neuenschwander wird Langenthal trotz dem Klassenerhalt auf die nächste Spielzeit hin einige Abgänge verkraften müssen, befinde sich indes in intensiven ­Gesprächen, um wieder eine schlagkräftige Truppe stellen zu können. Er dämpft aber über­rissene Erwartungen. «Es wird eine grosse Herausforderung, das Niveau dieser Saison erneut zu erreichen.»

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