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Thun und Challandes trennen sich - Fischer steht bereit

Der FC Thun und sein Trainer Bernard Challandes gehen nach sechs sieglosen Spielen in der Super League getrennte Wege. Bis auf weiteres wird das Team von Mauro Lustrinelli betreut. Dann sollte Urs Fischer übernehmen.

Was letzte Woche gemunkelt wurde, ist nun offiziell: Bernard Challandes wird neuer YB-Trainer. Er hat noch den Rest der Saison und zehn Spiele Zeit, um die Mannschaft auf Kurs zu bringen.
Was letzte Woche gemunkelt wurde, ist nun offiziell: Bernard Challandes wird neuer YB-Trainer. Er hat noch den Rest der Saison und zehn Spiele Zeit, um die Mannschaft auf Kurs zu bringen.
Claudia Salzmann
Am Mittwoch wird er das erste Training leiten und am Sonntag gleich gegen seinen Ex-Klub, den FC Thun, antreten.
Am Mittwoch wird er das erste Training leiten und am Sonntag gleich gegen seinen Ex-Klub, den FC Thun, antreten.
Claudia Salzmann
Beim Antritt seines neuen Jobs in Thun wartete ein nigelnagelneues Stadion auf.
Beim Antritt seines neuen Jobs in Thun wartete ein nigelnagelneues Stadion auf.
Claudia Salzmann
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Challandes stellte der Mannschaft nach der 0:3-Niederlage in Lausanne am Samstag die Vertrauensfrage. Eine grosse Mehrheit der Spieler sprach sich gegen eine Zukunft mit dem 61-jährigen Neuenburger aus. Dieser zog daraus die Konsequenzen. Die Klubführung akzeptierte den Entscheid seines Trainers.

Der FC Thun betonte, er habe weder die Mannschaft noch den Trainer zu diesem Schritt gedrängt. «Wir waren in dieser Sache - etwas überspitzt formuliert - nur Zuschauer», sagte Sportchef Andres Gerber. Den Rücktritt von Challandes nahm er mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits habe der Coach sehr gute Arbeit geleistet und sei zudem ein super Mensch, anderseits hätten die Resultate zuletzt nicht mehr gestimmt. Eine Trennung sei zumindest längerfristig absehbar gewesen.

Ein Punkt in sechs Partien

Der derzeitige Tabellenvorletzte befindet sich seit einigen Wochen im Sturzflug. Vor fast zwei Monaten gewannen die Berner Oberländer letztmals ein Meisterschaftsspiel (2:1 gegen die Young Boys). In den letzten sechs Partien holten sie nur noch einen Punkt bei einem Torverhältnis von 5:14. Insgesamt lässt sich die Bilanz von Challandes aber sehen. In der letzten Saison, nachdem er die Nachfolge von Murat Yakin übernommen hatte, führte der impulsive Trainer die Thuner auf den 5. Platz.

Wahrscheinlich bis zur Winterpause, das heisst für zwei Meisterschaftspartien und den Cup-Achtelfinal in Wohlen, wird Mauro Lustrinelli der Mannschaft vorstehen. Der Anfang Jahr zum Trainerstaff gestossene ehemalige Stürmer wird von Pi Zürcher, Marc Schneider und Patrick Bettoni unterstützt.

Ab dem kommenden Jahr dürfte Urs Fischer die definitive Nachfolge von Challandes antreten. Der Zürcher, der Challandes bereits beim FC Zürich 2010 beerbt hatte, traf sich bereits letzte Woche mit Gerber. «Es ging damals um den Trainerposten für nächste Saison.

Wir waren uns mehr oder weniger einig», verriet der Sportchef. «Wir werden uns nun in den nächsten Tagen nochmals treffen.» Dass Fischer den FC Thun durch die Rückrunde begleiten wird, ist aber so gut wie sicher. Gerber hat sich «plus, minus» festgelegt, und Fischer betonte zuletzt, er sei bereit für eine neue Aufgabe.

si/tan

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