Zum Hauptinhalt springen

Teleclub soll sich Champions League gesichert haben

Die Champions League wird ab Herbst 2018 hauptsächlich auf dem Bezahlsender zu sehen sein. Offen ist, ob das SRF noch einzelne Spiele überträgt. Das berichtet der «Blick».

Offenbar bald nicht  mehr im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen: Superstar Cristiano Ronaldo (r.) gegen Miralem Pjanic beim Champions-League-Final in Cardiff. (3. Juni 2017)
Offenbar bald nicht mehr im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen: Superstar Cristiano Ronaldo (r.) gegen Miralem Pjanic beim Champions-League-Final in Cardiff. (3. Juni 2017)
Keystone
Laut einem Bericht des «Blick» hat sich der Teleclub die Rechte ab 2018 gesichert.
Laut einem Bericht des «Blick» hat sich der Teleclub die Rechte ab 2018 gesichert.
Keystone
Ob das SRF noch einzelne Spiele ausstrahlt, ist offen.
Ob das SRF noch einzelne Spiele ausstrahlt, ist offen.
Keystone
1 / 3

Der Kampf um die Live-Übertragungsrechte der Champions League scheint entschieden: Laut einem Bericht des «Blick» hat sich der Teleclub die Rechte ab 2018 gesichert – folglich wäre die Champions League ab der Saison 2018/19 nicht mehr im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen. Ob das SRF als Sublizenznehmer noch einzelne Spiele ausstrahlt, ist offen.

Nach Informationen des «Blick» stelle der Teleclub bereits ein Team mit Experten zusammen, werde ab der Saison 2018/19 die Spiele live übertragen und eine Studiosendung dazu zeigen. Die kommende Champions-League-Saison werde noch wie gewohnt im Schweizer Fernsehen übertragen.

Die SRG wies darauf hin, dass in der Schweiz das Ausschreibungsverfahren für die Saisons 2018/2019 bis 2020/2021 weiterhin in Gang sei. «Zu laufenden Verfahren nimmt die SRG generell keine Stellung», teilte die zuständige Abteilung mit. Teleclub verwies ebenfalls auf die noch «laufenden Verhandlungen».

Internationaler Trend ins Privatfernsehen

Auch in Deutschland und Österreich ist die Champions League ab 2018 nicht mehr im öffentlichen Fernsehen zu sehen. ZDF und ORF gingen leer aus im Vergabezyklus 2018 bis 2021. Offenbar wegen des Preises. Habe das ZDF bisher geschätzte 50 Millionen Euro pro Jahr bezahlt, hätten es plötzlich kolportierte 200 Millionen sein müssen, um die wertvollen Rechte zu erhalten, schrieb die «Süddeutsche Zeitung».

Profitiert haben darum potente Bezahlsender: Sky und Dazn, der Emporkömmling im Internetsportfernsehen. Sie drängen den Fussball in Deutschland und Österreich aus dem Gratismarkt.

«Sehr aggressiver» Konkurrent

Dass die öffentlich-rechtlichen Sender bei Rechtevergaben mehr und mehr passen müssen, ist nichts Neues. So haben ARD und ZDF bereits die Olympiarechte an den US-Konzern Discovery verloren. Mit Dazn ist zudem ein neuer Player in den Markt gestürmt, der nach eigenen Aussagen «sehr aggressiv vorgehen» wird, um zu wachsen. Ziel ist es, in allen Sportarten «die grossen Rechte zu schnappen». Das Unternehmen gibt sich dafür 12 Jahre Zeit.

si/mch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch