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Talent, Sportsoldat, Spassvogel

Spielern wie Michel Aebischer gehört die Zukunft im YB-Aufbau. Gegen Sion war der 21-jährige Freiburger auf dem Platz ein Routinier.

Michel Aebischer (l.) gehörte im YB-Team zu den Erfahreneren.
Michel Aebischer (l.) gehörte im YB-Team zu den Erfahreneren.
Keystone

Es war ein warmer Samstagabend im Juli, YB empfing Basel, Auftakt zu einer neuen Meisterschaft, die ganze Schweiz schaute zu. Michel Aebischer lief an der Seite von Sékou Sanogo ein, YB siegte 2:0, legte den Grundstein für eine historische Saison. Aebischer, das viel beachtete Talent.

Es waren lange Vormittage in Magglingen, Tagwacht 6.30 Uhr, Ausbildungsdienst Formationen, er und all die Ringer und Turner und Rennfahrer. Drei Wochen dauerte die Grundausbildung in der Sportler-RS, die Michel Aebischer im Herbst absolvierte, 18 Wochen waren es insgesamt. Aebischer, der Sportsoldat.

Es war eine legendäre Nacht, vor einer Woche, sie hatte gerade erst angefangen, YB gegen Luzern 2:1 gewonnen, als Michel Aebischer wie ein fleischgewordener Curlingstein über den bier- und wassernassen Boden rutschte, johlend angefeuert von den Teamkollegen im Meisterrausch. Aebischer, der Spassvogel.

Der 21-jährige Freiburger hat eine ereignisreiche, lange Saison hinter sich. Nicht immer ging es dabei aufwärts, kurz nach dem verheissungsvollen Startelfeinsatz beim Auftaktsieg gegen Basel verlor er seinen Platz in der Startelf wieder. Aber Aebischer kam zurück, immer wieder, blieb zudem von grösseren Verletzungen verschont und entwickelte sich zu einem zuverlässigen Entlastungsspieler für die Dauerbrenner im zentralen Mittelfeld wie etwa Sanogo.

«Jeder bei uns hat die Qualität, in der Startelf zu spielen», sagte Aebischer nach dem 1:0-Erfolg von YB am Samstag. Mit 19 Ligaeinsätzen zählte er gegen Sion auf dem Platz zu den Routiniertesten und organisierte mit dem vor einer ähnlichen Ausgangslage stehenden Leonardo Bertone die Zentrale im YB-Mittelfeld umsichtig.

Immer mehr Verantwortung

Im Aufbau der Young Boys gehört den beiden die Zukunft. Für Sanogo könnte, ja müsste es mit dem Wechsel in eine grössere Liga im dritten Anlauf endlich klappen. Und auch der erst 21-jährige Djibril Sow könnte nach seinem steilen Aufstieg in dieser Saison im Sommer oder im Winter bereits weiterziehen. «Es ist gut, muss ich immer wieder Verantwortung übernehmen», sagte Aebischer nach seinem 90-minütigen Einsatz in Sitten. Davon könnte ihm schon nächste Saison noch mehr übertragen werden.

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