So dringend wollten die Barça-Stars Neymar zurück

Gerard Piqué bestätigt, dass die Spieler vorübergehende Lohneinbussen in Kauf genommen hätten, um den Brasilianer zu verpflichten.

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Sie hatten ihn gewarnt. Bevor Neymar im Sommer 2017 den FC Barcelona verliess, um bei Paris Saint-Germain anzuheuern, hätten ihm die damaligen Teamkollegen gesagt: «Du wanderst in einen goldenen Käfig.» Diese Aussage bestätigte Gerard Piqué, Innenverteidiger und so etwas wie Sprachrohr der Katalanen. In der TV-Sendung «El Larguero» gab Piqué erstaunliche Details um das Transfertheater rund um Neymar preis. Das zweite, notabene. Das vom vergangenen Sommer, als Neymar unbedingt nach Barcelona zurückwollte.

«Wir suchten eine Formel», sagte Piqué, «um seine Rückkehr zu ermöglichen.» Kein Groll also, kein «selbst schuld». Die Barça-Profis wollten den Brasilianer, der mit mehreren Spielern im Team gut befreundet ist und mit Lionel Messi und Luis Suarez noch immer eine eigene Whatsapp-Gruppe unterhält, unbedingt zurückhaben. «Wir versuchten, zu helfen, wo wir können», so Piqué. Und wie können hoch bezahlte Stars besser helfen, als mit Millionen zu jonglieren? «Es war uns allen klar, dass das Financial Fairplay eine entscheidende Rolle spielte. Also boten wir an, auf einen Teil unserer Löhne vorerst zu verzichten.»

Barças Präsident war begeistert, der von PSG nicht

Aber, natürlich, mit Betonung auf «vorerst»: «Wir boten unserem Präsidenten an, unsere Verträge anzupassen. Einen Teil von dem, was wir in diesem Jahr verdienen sollen, hätten wir um ein, zwei oder drei Jahre nach hinten verschieben können.» Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu sei von dieser Idee angetan gewesen. Im Gegensatz zu PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi, der 300 Millionen Euro Ablöse verlangte und somit einen Deal verunmöglichte.

Doch so einfach gibt der spanische Meister nicht auf. «Im Fussball weiss man nie, unsere Tür steht Neymar immer offen», sagte Piqué. Und die Chancen auf eine Rückkehr sollen gar nicht so schlecht stehen. Spanischen Medienberichten zufolge soll Neymar dank einer Fifa-Klausel PSG für 180 Millionen Euro verlassen können – sofern er den Vertrag nicht verlängert. Würde der 27-Jährige aber tatsächlich ein neues Arbeitspapier unterschreiben, dann heisst es möglicherweise auch vonseiten der Barça-Spieler: «Nun bist du wirklich selbst schuld.»

fas

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