Keine Schonung vor dem Gipfeltreffen

Bei YB ärgert man sich über die «unglückliche Niederlage» gegen Kiew. Und freut sich auf das Spiel am Sonntag in Basel.

Michel Aebischer, Adi Hütter und Christian Fassnacht nehmen Stellung zur Niederlage gegen Dynamo Kiew.

Was Miralem Sulejmani gegen Dynamo Kiew auch probierte, die Präzision im Abschluss fehlte. Einmal schoss er sogar einen indirekten Freistoss aus rund zehn Metern weit neben das Tor. Nach zuletzt sehr starken Leistungen in der Super League überzeugte auch der Serbe diesmal nicht. «Es ist eine bittere und unnötige Niederlage», sagt Sulejmani nach dem 0:1 gegen Kiew. «Nach der Pause spielte Dynamo mit mehr Selbstvertrauen. Wir hatten es in der ersten Halbzeit verpasst, in Führung zu gehen.»

Auch Christian Fassnacht lobt den Gegner für dessen verbesserten Auftritt nach dem Seitenwechsel: «Kiew verteidigte höher, das hat es uns schwer gemacht.» Und Michel Aebischer meint, man habe gesehen, was für eine erfahrene Mannschaft Dynamo sei. «Dennoch ist das Resultat ärgerlich, weil wir eigentlich die besseren Chancen besassen.»

Kaum Optionen auf der Bank

Auch YB-Trainer Adi Hütter spricht von einer unglücklichen Niederlage. «Wir waren in der ersten Halbzeit klar das stärkere Team. Und nach einer schwächeren Phase gefiel mir unser Auftritt in der Schlussphase wieder.» Nun brauche es zwei Siege bei Partizan Belgrad und gegen Skënderbeu, sagt Hütter. Er habe gegen Kiew die bestmögliche Formation aufgestellt, weil es um viel gegangen sei. «Ich wollte keine Rücksicht auf das Spitzenspiel am Sonntag in Basel nehmen.»

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison fiel am Donnerstagabend auf, dass Adi Hütter auf der Ersatzbank kaum ernsthafte Optionen in der Offensive hat, wenn es gilt, einen Rückstand aufzuholen. Schonen jedenfalls konnte er seine stark beanspruchten Akteure gegen Kiew nicht. Und bereits am Sonntag folgt das Gipfeltreffen gegen den FCB im St.-Jakob-Park.

Miralem Sulejmani, der einiges erlebt hat, spricht von einem «grossen Spiel» und der mit Abstand attraktivsten Affiche im Schweizer Fussball. «Solche Partien sind doch einfach toll für alle», sagt der Flügelspieler. «Und ich mag es, wenn es hitzig ist.» Deshalb freut sich Sulejmani auch auf die Partie Ende November in Belgrad gegen seinen Lieblingsverein Partizan, bei dem er jahrelang als Junior gespielt hatte, ehe er als 18-Jähriger zu Heerenveen nach Holland wechselte. «In Belgrad wird eine grossartige Stimmung herrschen», sagt Sulejmani. Besser als am Donnerstag wird die Ambiance gewiss sein. Im Stade de Suisse erschienen bloss rund 10'000 Zuschauer.

fdr/lsi

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