Ruhig und intensiv zugleich

Fredy Bickel arbeitet weiterhin an der Verkleinerung des YB-Kaders. Der Sportchef gab am Dienstag aber auch die Vertragsverlängerungen mit Alain Rochat und Jan Lecjaks bekannt.

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Dominic Wuillemin

Mit dem neuen Jahr kamen bei den Young Boys jeweils auch neue Spieler. 2012 trafen etwa die jungen Venezolaner Josef Martinez und Alexander Gonzalez in Bern ein. Im Jahr darauf verpflichtete YB Samuel Afum und Alexander Gerndt, und vor zwölf Monaten tätigte der Klub einen aufsehenerregenden Transfer, als Milan Vilotic von GC geholt wurde.

Diesmal aber blieb es bei den Gelb-Schwarzen vergleichsweise ruhig, die Kontinuität stand im Vordergrund. Zwar wäre es in der Schweiz noch bis Mitte Februar möglich, Transfers zu tätigen, Fredy Bickel will aber allfällige Telefonate von Agenten und Klubs in den nächsten Tagen ignorieren, wie er an der Medienkonferenz vor dem Rückrundenstart mit einem Augenzwinkern verkündete.

Dennoch wusste der Sportchef am Dienstag von einer «sehr intensiven» Winterpause zu berichten, die jedoch zu seiner Zufriedenheit verlaufen sei. «Ich glaube, wir haben sehr gut gearbeitet.»

Zwischenziel erreicht

Bickel beschäftigte sich vor allem mit zwei Pendenzen. So galt es das Kader auf 23 Spieler zu reduzieren. Dies ist Bickel nach dem Ende des Engagements von Adrian Nikci und den leihweisen Abgängen von Moreno Costanzo (zu Aarau), Hélios Sessolo (Le Mont) und Thomas Fekete (Biel) vorerst gelungen. Mit dem bereits seit dem vergangenen Mai feststehenden Zugang des jungen Mazedoniers Taulan Sulejmanov befinden sich nun just 23 Spieler im Kader. «Allerdings», schränkte Bickel gleich selbst ein, seien neben Costanzo, Sessolo und Fekete mit Haris Tabakovic (Wil) und Gonzalez (Thun) noch zwei weitere Akteure ausgeliehen.

Ziegler war kein Thema

Auf den Sommer hin erhält Bickel bei der Kaderplanung dank der zweiten Pendenz aber reichlich Spielraum. Gleich neun Verträge wären Ende Saison ausgelaufen. Nach «intensiven» Gesprächen konnte der Zürcher gestern schon einmal die Fortführung der Zusammenarbeit mit Alain Rochat (bis 2016) und Jan Lecjaks (2019) bekannt geben.

Vor allem die Vertragsverlängerung mit dem 32-jährigen Rochat, der zuletzt kaum noch zum Einsatz kam, ist nicht unumstritten. Das wusste auch Bickel, der sogleich festhielt: «Für das Innenleben der Mannschaft ist Rochat sehr wichtig.» Lecjaks hingegen wusste zuletzt regelmässig zu überzeugen. Mit dem tschechischen Linksverteidiger verhandelte YB seit dem Spätsommer über einen neuen Kontrakt.

Da der 24-Jährige aber zögerte, prüfte Bickel zwei, drei Alternativen, wie er gestern sagte. Der kürzlich von Sion verpflichtete Reto Ziegler, der auch mit YB in Verbindung gebracht worden war, sei aber zu keinem Zeitpunkt ein Thema gewesen.

Zwei Verträge haben Priorität

Demnächst will Bickel mit Raphaël Nuzzolo und Guillaume Hoarau neue Kontrakte aushandeln. Erste Gespräche hätten bereits stattgefunden. Bei den zuletzt verletzten Gonzalo Zarate, Matias Vitkieviez und Marco Bürki, deren Kontrakte im Sommer ebenfalls enden, wartet der Sportchef derweil die nächsten Wochen ab. Mit Pascal Doubai und Josh Simpson plant YB dagegen schon lange nicht mehr.

Berner Zeitung

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