Routiniert, abgeklärt, Münsingen

Münsingen hat seine Erfolgsserie fortgesetzt und GC II 3:0 bezwungen. Die Aaretaler steuern auf die Aufstiegsspiele in der 1. Liga zu.

Patric Gasser im Element: Der Captain traf für Münsingen zum 2:0.

Patric Gasser im Element: Der Captain traf für Münsingen zum 2:0.

(Bild: Manuel Zingg)

Adrian Lüpold

Das Ziel für die Rückrunde ist klar definiert: «Natürlich wollen wir die Aufstiegsspiele auch in dieser Saison wieder erreichen. Unbedingt!», sagt Münsingens Stürmer Luca Lavorato.Wie sehr die Aaretaler das Ziel vor Augen haben und wie fest sie daran glauben, demonstrierten sie auch gestern Nachmittag in der Partie der 1. Liga (Gruppe 2) gegen den Nachwuchs vom Zürcher Grasshopper-Club. Keine acht Minuten waren gespielt, als die Mannschaft von Trainer Kurt Feuz bereits 2:0 in Führung lag.

Sturmduo trifft früh

Das Sturmduo der Aaretaler hatte gnadenlos zugeschlagen: In der 3. Minute bediente Captain Patric Gasser mit einem feinen ­Pässchen aus dem Fussgelenk Sturmpartner Lavorato, der kühlen Blutes den Ball über den herauseilenden GC-Goalie ins Tor spitzelte. Kurz darauf profitierte Gasser seinerseits von einer schönen Kombination, nahm den Ball mit dem Rücken zum Tor an, drehte sich geschmeidig um die eigene Achse und schlenzte den Ball unhaltbar zum 2:0 ins lange Eck.

«Die frühe Führung hat uns Sicherheit gegeben und die junge Mannschaft von GC vielleicht ein bisschen verunsichert», erklärte Torschütze Lavorato nach der Partie. Was nach dem tollen Startfurioso folgte, war typisch für eine Partie des FC Münsingen: Mit der 2:0-Marge im Rücken gewährten die Aaretaler den jungen Fussballern vom ­GC-Campus kaum mehr Räume, spulten ihr Spiel mit einer stoischen Ruhe und viel Routine ab und hatten das Geschehen dabei fast jederzeit unter Kontrolle.

«Spiel für Spiel nehmen»

Einzig in der Mitte der zweiten Halbzeit musste Coach Feuz seine Stimmbänder etwas strapazieren, weil seine Schützlinge in der Mittelzone die Zügel kurzerhand etwas schleifen liessen und GC besser ins Spiel kam. Die Zürcher blieben indes beim finalen Pass oft zu ungenau und schafften es so nie, den FCM ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Kurz vor Schluss der Begegnung gelang Münsingens Einwechselspieler Sandro Christen per Kopf sogar noch der dritte Treffer für die abgeklärten Aaretaler, welche nun vier Runden vor Ende der Saison vier Punkte Vorsprung auf den Dritten Buochs aufweisen. «Noch ist bezüglich der Aufstiegsspiele überhaupt nichts entschieden. Wir haben noch einige schwierige Partien zu bestreiten und nehmen deshalb einfach Spiel für Spiel», meinte Stürmer Lavorato. Treten sie derart entschlossen auf wie gegen GC, wird der FCM kaum zu stoppen sein.

Berner Zeitung

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