Reaktionen: «Wahnsinn, Wahnsinn»

Riesige Freude bei den Young Boys nach dem 2:1-Sieg über Luzern und 12. Meistertitel. Spieler und Trainer zeigen sich in Interviews überwältigt.

YB-Trainer Adi Hütter sagt im Interview nach dem Spiel: «Es war ein absoluter Krimi.»

YB-Trainer Adi Hütter sagt im Interview nach dem Spiel: «Es war ein absoluter Krimi.»

(Bild: Screenshot SRF)

Kurz nach Spielende stand Steve von Bergen für ein Interview vor die Teleclub-Kamera. «Das kann man nur im Sport erleben», sagte der Verteidiger. Angesprochen auf Torhüter Marco Wölfli meinte er: «Seine Geschichte ist so schön!» Unmittelbar darauf betonte von Bergen, wie stolz er auf die Mannschaft sei. «Ich finde keine Worte, das ist einfach Wahnsinn, Wahnsinn!», frohlockte der 34-Jährige daraufhin. Er verspüre nur Emotionen. «Wir haben die ganze Saison gekämpft – unglaublich, das haben wir uns verdient», fügte der ehemalige Nationalspieler noch an.

«Ich kann es nicht realisieren», sagte Christian Fassnacht. Der 24-Jährige fand vor lauter Glücksgefühlen kaum Worte. Einen kurzen Moment hält der Flügelspieler inne und lobt dann den Gegner: «Luzern hat es uns extrem schwer gemacht.» Zumal sein Team etwas unter Druck gestanden sei. «Weil der Rahmen für eine Meisterfeier heute stimmt.» Fassnacht gab zwar zu bedenken, dass jeder gewusst habe, welche Qualität in der Mannschaft stecke. «Unbewusst haben wir uns doch Druck gemacht», gab er offen zu.

Wölfli findet kaum Worte

Jean-Pierre Nsame, der in der 89. Minute den siegbringenden Treffer zum 2:1 erzielte, sprach gegenüber SRF von einem «hochverdienten Erfolg». «Wir haben alle sehr, sehr hart gearbeitet und alle sind mitgezogen», hob der Mittelstürmer hervor. Anschliessend kommentierte er seinen erfolgreichen Torschuss: «Ich kann nicht in Worte fassen, dass ausgerechnet ich für die Entscheidung gesorgt habe.»

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Von den Emotionen überrumpelt war auch Marco Wölfi beim Kurz-Interview mit Teleclub. «Ich weiss gar nicht, was dazu sagen», meinte der Goalie zum in der 76. Minute mirakulös parierten Penalty. «Es ist einfach genial» – mehr konnte der 35-Jährige im Freudentaumel nicht mehr von sich geben, auch weil gleichzeitig er mit dem Öffnen einer Champagnerflasche beschäftigt war.

«Wie im Film»

Meistertrainer Adi Hütter erlebte die Partie als «absoluten Krimi». Vor dem Anpfiff hatte er betont, wie wichtig es sei, dass die Mannschaft an ihre Stärken glaube. «Wir müssen Souveränität und Qualität zeigen – und uns auf das Wesentliche konzentieren», hatte seine Vorgabe gelautet. Nachdem die Mannschaft diese erfüllte, ging der Österreicher im Gespräch mit SRF zuerst auf die Glanztat des Torhüters beim Penalty der Luzerner ein: «Wölfli hält uns im Spiel und dann macht Jean-Pierre, der so wichtig für uns ist, das entscheidende Tor.» Danach seien alle Dämme gebrochen. «Auch bei mir», schmunzelte der 48-jährige Coach.

«Wie im Film» wähnte sich während dem Spiel auch Guillaume Hoarau. Und der Streifen endete für alle Berner im Happy-End. Auf SRF gab der Stürmer abschliessend eine Liebeserklärung an alle YB-Fans und die Stadt Bern ab. Diese wird in der Nacht auf Sonntag mit Sicherheit ausgiebig erwidert.

ddu

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