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«Das war dumm und unüberlegt»

An der Cupsieg-Feier auf dem Helvetiaplatz zünden Zürcher Fans Pyros. Auch auf dem Balkon brennt eine Fackel – nun entschuldigt sich der FCZ.

Wie die Stadtpolizei Zürich 20 Minuten bestätigt, wurde nun ein Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.
Wie die Stadtpolizei Zürich 20 Minuten bestätigt, wurde nun ein Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.
Tamedia
Auch in der feiernden Menschenmenge wurden diverse Fackeln abgebrannt.
Auch in der feiernden Menschenmenge wurden diverse Fackeln abgebrannt.
Das Stadion war teilweise regelrecht eingenebelt.
Das Stadion war teilweise regelrecht eingenebelt.
Fabrice Coffrini, AFP
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Rund 1500 Fans begrüssten am Sonntagabend ihre Helden auf dem Helvetiaplatz, die Stimmung war auf dem Höhepunkt – bei den Fans wie auch bei den Spielern des FC Zürich.

Einige Fans zünden Pyros in der Menschenmenge. Zwei Personen auf dem Balkon des Volkshauses tun es ihnen gleich: Sie vermummen sich mit einer Sturmmaske und zünden eine Fackel – eine gefährliche Aktion.

Polizei meldete sich

In den sozialen Medien machen nun Bilder der Pyro-Aktion die Runde. Es mehren sich die Gerüchte, dass es sich dabei um zwei FCZ-Spieler handelte. Ihre Namen sind aber noch nicht bekannt.

Kurz nach dieser Aktion meldete sich die Polizei bei einem FCZ-Verantwortlichen und bat, dies doch zu unterlassen. Die Spieler zeigten sich in der Folge gehorsam.

Am Montagmorgen hat die Stadtpolizei Zürich ein Strafverfahren gegen unbekannt eingeleitet, wie Medienchef Marco Cortesi auf Anfrage bestätigt. Man ermittle gegen zwei Personen, die auf dem Balkon Pyros gezündet und sich vermummt haben.

Der FCZ nimmt Stellung

Der Club veröffentlichte am Nachmittag eine Mitteilung, in der geschrieben steht: «Leider haben zwei FCZ-Mitarbeiter vermummt Pyros auf dem Balkon gezündet. Bei allem Verständnis für die Feierlichkeiten und die ausgelassene Stimmung verurteilen wir dieses Verhalten aufs Schärfste. Diese Aktion war dumm und unüberlegt. Das haben die beiden Mitarbeiter auch eingesehen.»

Pyro auch bereits im Stadion

Schon während des Matchs hatte es im Stadion mehrfach heftig geknallt und war der Platz teilweise so stark eingenebelt gewesen, dass man die Spieler auf der gegenüberliegenden Platzhälfte kaum mehr erkannte.

Die Aktion bei der Siegesfeier auf dem Balkon überrascht umso mehr, als das Hooligan-Problem des Schweizer Fussballs in den letzten Wochen Dauerthema war: So prügelten sich vor einer Woche Basler mit Zürcher und Karlsruher Hooligans.

Vor zwei Wochen stürmten Lausanner Chaoten nach dem besiegelten Abstieg ihres Clubs den Rasen der Pontaise und provozierten einen Spielabbruch.

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