Zum Hauptinhalt springen

Verband verlängert mit Petkovic vorzeitig

Nationaltrainer Vladimir Petkovics Vertrag wird bis 2020 ausgedehnt.

Führt die Schweiz auch in der EM-Kampagne 2020 an: Vladimir Petkovic
Führt die Schweiz auch in der EM-Kampagne 2020 an: Vladimir Petkovic

Unmittelbar vor der zweitletzten Tranche in der WM-Ausscheidung hat der Schweizerische Fussballverband (SFV) den Vertrag mit Vladimir Petkovic verlängert. Der seit 2014 laufende Kontrakt geht in einen dritten Zyklus bis zur Euro 2020. Der Inhalt der Botschaft kommt wenige Tage vor den Partien gegen Andorra und in Lettland nicht überraschend, allenfalls der vergleichsweise frühe Zeitpunkt. Vor der letzten Vertragsverlängerung im März vor der EM-Endrunde 2016 liessen sich die Beteiligten sehr viel Zeit, bis von einem Poker mit gewisser Anspannung die Rede war.

«Die Entwicklung ist gut»

Von solchen Irritationen ist nichts mehr zu spüren. «Die Gespräche verliefen unkompliziert, wir waren uns innerhalb von wenigen Tagen einig», erklärte SFV-Präsident Peter Gilliéron. In Absprache mit dem Nationalteamdelegierten Claudio Sulser legte Gilliéron dem Selektionär letzte Woche die Offerte vor. Petkovic wertete das Vertragsangebot als «gutes Signal und Zeichen der Wertschätzung». Er sei vom Schritt des Verbandes nicht überrascht worden, sagte Petkovic, sondern bereit gewesen, «sofort abzuschliessen». Er meinte weiter: «Ich sehe ein grosses Potenzial, die Entwicklung ist gut.»

Gilliéron war schon immer ein klarer Befürworter Petkovics. Er misst den Coach nicht nur an den aktuell makellosen Ergebnissen, ihm sind auch die weichen Faktoren ein Anliegen: «Ich spüre, mit wie viel Freude und Anerkennung die Spieler dem Mister begegnen. Jeder kommt gerne zu den Zusammenzügen.» Er habe in der Nationalmannschaft auch schon Epochen erlebt, «in welcher man das Gefühl hatte, jeder sei ein Einzelkämpfer».

Toller Punkteschnitt

Vladimir Petkovic ist in einer ­guten Situation. Die Schweizer Equipe gehört in Europa zu den führenden Teams, die Altersstruktur ist vielversprechend, im Ensemble stecken Talent und Qualität gleichermassen. Petkovics Punkteschnitt von 1,96 in 30 Länderspielen ist die Erfolgsquote eines Trainers von europäischem Spitzenformat. «Ein Trainer ist immer auch von den Spielern abhängig», sagte Petkovic. Doch der zumeist dominante Stil mit hohem Ballbesitz und klarer Struktur auf dem Rasen ist das Ergebnis seiner smarten, konsequenten Arbeit.

si/fdr

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch