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Petkovic in Selbst-Quarantäne – auch untere Ligen ausgesetzt

Nach den Profis dürfen auch die Amateure längere Zeit nicht Fussball spielen. Und Vladimir Petkovic muss sich wegen Dominique Blanc schützen.

Vladimir Petkovic ist zum Selbstschutz isoliert. (Bild: Keystone)
Vladimir Petkovic ist zum Selbstschutz isoliert. (Bild: Keystone)

Die Verwirrung ist beendet. Während die Swiss Football League den Spielbetrieb in der Super League sowie in der Challenge League letzte Woche bis zum 30. April unterbrach, teilte der Schweizerische Fussballverband mit, alle Ligen vorerst bis auf weiteres zu stoppen. Und so gab es unterschiedliche Signale aus den Kantonalverbänden, wann es mit Fussball weitergehen könnte.

Am Montag nun schreibt der SFV alle Verbände und Vereine an – und legt den Spielbetrieb ebenfalls bis vorerst Ende April landesweit auf Eis. «Natürlich müssen auch wir die weitere Entwicklung des Coronavirus abwarten», sagt SFV-Medienchef Adrian Arnold. «Aber so wissen nun alle Beteiligten zumindest, wie es in den kommenden Wochen aussieht.»

Während in vielen europäischen Ländern die Topligen aktuell nur bis Anfang April ausgesetzt sind, wurden in der Schweiz also in allen Spielklassen Fakten geschaffen. Am Montag bespricht die Swiss Football League, wie es weitergehen könnte, wobei es zu berücksichtigen gilt, was der Bundesrat am gleichen Tag entscheidet. Zu erwarten sind Empfehlungen an die Clubs, den Betrieb sofort einzustellen – und Kurzarbeit zu beantragen für alle Mitarbeiter und Spieler.

Blanc geht es gut – Petkovic in Selbst-Quarantäne

Auch der Schweizerische Fussballverband überlegt sich laut Arnold diese Massnahme für seine Angestellten. Das Haus des Fussballs in Muri bei Bern ist geschlossen, weil sich Präsident Dominique Blanc mit dem Coronavirus infiziert hat. «Wir sind alle zu Hause», sagt Arnold, «und jene, die mit Blanc zu tun hatten, befinden sich in Selbst-Quarantäne.» Der Medienchef etwa bei seiner Familie im Wallis, Nationaltrainer Vladimir Petkovic im Tessin. «Bei mir dauert das fünf Tage», erklärt Arnold, «aber das ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich.» Er und Petkovic würden aber nicht auf das Coronavirus getestet, weil sie unter 65 Jahre alt seien und keine Krankheitsgeschichte hätten.

Blanc ging am letzten Freitag zu seinem Arzt, weil er sich unwohl fühlte und über Halsweh sowie Husten klagte. Weil er als 70-Jähriger zur Risikogruppe gehört, wurde er auf das Coronavirus getestet. Am Sonntagmorgen erhielt er die Diagnose. Wo sich der Romand angesteckt hat, weiss man nicht. «Er war in den letzten Wochen sehr viel unterwegs», sagt Arnold, «beispielsweise auch am Uefa-Kongress in Holland.» Dem Präsidenten gehe es gut, er sei in häuslicher Quarantäne, könne aber arbeiten – und werde am Dienstag auch an der Videokonferenz der Uefa mit allen Mitgliedsverbänden teilnehmen.

Der SFV geht ebenfalls davon aus, dass die EM verschoben wird. «Aber wir haben kein Wunschszenario», sagt Arnold. «Es gilt nun, gemeinsam Lösungen zu finden. In erster Linie gegen das Coronavirus. Und dann auch in allen Bereichen des Fussballs.» Beim Schweizerischen Fussballverband beschäftigt man sich noch nicht damit, welche finanziellen Konsequenzen die Verschiebung der Euro mit sich bringen würde. «Die EM wäre ja nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben», sagt Arnold.

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