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Nordirischer Cupfinal: Petardenschuss in den Rücken

Es waren Szenen fast wie am 13. Mai 2006 bei der «Schande von Basel». Ein Spieler des unterlegenen Teams wurde nach dem Schlusspfiff von einer Petarde am Rücken getroffen.

Die Spieler von Cliftonville freuten sich nach dem 2:1-Erfolg im Final des County Antrim Shield gegen Linfield. Doch der Jubel verging ihnen rasch: Linfield-Spieler Conor Hagen wurde von einer Petarde am Rücken getroffen. «Ich lag am Boden, weil ich nach der Niederlage frustriert war, und sah die Petarde nicht kommen», erklärte der Getroffene. «Sie traf mich am Rücken, als sie explodierte. Es war mehr der Knall der mich erschreckte. Ich stand für einige Sekunden unter Schock.»

«Es genügt ein Idiot»

Es hätte deutlich schlimmer ausgehen können, war sich Hagen bewusst, deshalb «bin ich froh, dass ich nicht verletzt bin». Allerdings zeigten sich auch die Anhänger von Linfield als schlechte Verlierer. Als die siegreichen Spieler vom Feld gingen, warfen auch sie Raketen in ihre Richtung. Der Präsident des nordirischen Verbands, Raymond Kennedy, verurteilte die Aktion; sie werde von der Disziplinarkommission untersucht. «Solche Vorfälle sollten nicht passieren, aber es genügt ein Idiot, um alles kaputtzumachen», sagte Kennedy. Cliftonville droht eine Busse in der Höhe von 1000 Pfund sowie Geisterspiele.

Kugel in der Post

Bereits im letzten Jahr war es im Vorfeld dieser Begegnung – damals im Halbfinal – zu einem hässlichen Vorfall gekommen. Cliftonvilles Trainer Eddie Patterson wurde per Post eine Kugel zugesandt. Dennoch wollte sich Patterson nur zurückhaltend zu den Vorfällen äussern. «Es gibt diesen Leuten nur Publizität. Ich möchte eigentlich lieber über die Linfield-Fans sprechen, die meinen Spieler applaudierten, als sie das Feld verliessen. Das ist Fussball.»

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