Nie ohne Handy

YB-Sportchef Christoph Spycher ist im Trainingslager ein viel beschäftigter Mann. Anders als der FC Basel hat der Meister aber noch keinen Leistungsträger verloren.

Gefragter Mann: Das Handy von YB-Sportchef Christoph Spycher klingelt im Trainingslager ständig.

Gefragter Mann: Das Handy von YB-Sportchef Christoph Spycher klingelt im Trainingslager ständig.

(Bild: Raphael Moser)

Dominic Wuillemin

Fragt man YB-Fans, die den Club im Trainingslager in Fügen hautnah begleiten, nach ihren Eindrücken, fällt immer mal wieder ein Satz: «Unglaublich, wie oft er am Handy ist.»Er, das ist Christoph Spycher. Ob beim Training, Testspiel oder im Teamhotel, den Sportchef sieht man nie ohne sein Mobiltelefon. Und hat er mal eine freie Minute, kann man die Sekunden zählen, ehe das Handy erneut klingelt.

Doch während Konkurrent Basel in den letzten Tagen die Leistungsträger Michael Lang und Mohamed Elyounoussi verkauft hat und Torhüter Tomas Vaclik vor einem Wechsel zum spanischen Spitzenteam FC Sevilla stehen soll, sind bei YB alle Säulen der Meisterequipe mit dabei im Zillertal.

Roger Assalé und Kasim Nuhu spielen am Samstag bei der 1:2-Testspielniederlage gegen Ludogorez Rasgrad (YB-Tor durch Hoarau), ein möglicher Gegner in den Champions-League-Playoffs, je eine Halbzeit, der geschonte Kevin Mbabu ist aufmerksamer Zuschauer. Und so keimt bei einigen der anwesenden Fans die Hoffnung auf, dass YB doch seine Leistungsträger halten kann.

Allerdings rechnet keiner der Clubexponenten mit einem Verbleib der drei meistgehandelten Wechselkandidaten. Auch wenn sich ein Transfer derzeit nicht abzeichne, könne es schnell gehen, sagt Spycher. Oder anders formuliert: Ein Anruf und ein Geschäft nimmt plötzlich Konturen an. Spycher ist für diesen Fall vorbereitet, die Liste mit potenziellen Ersatzkräften wird von der sportlichen Führung ständig aktualisiert.

Sows Plan

Mit dem aufstrebenden Djibril Sow, für den es lukrative Anfragen aus Italien und Deutschland geben soll, ist der Sportchef dagegen zur Übereinkunft gekommen, dass es das Beste sei, wenn er eine weitere Saison in Bern bleibe. Spycher nennt Sow einen vernünftigen jungen Mann, der einen klaren Plan für die Karriere im Kopf habe. Nachdem er sich als Teenager in Mönchengladbach nicht hat durchsetzen können, sieht dieser im Sommer 2018 keinen Auslandtransfer vor.

Berner Zeitung

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