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Nicolas Ngamaleu – der Spektakelmacher für die Seite

Nach dem Abgang von Yoric Ravet zum SC Freiburg verpflichten die Young Boys Nicolas Ngamaleu. Trainer Adi Hütter attestiert dem Zugang grosses Potenzial.

Der 24-jährige Verteidiger Marco Bürki verhandelt derzeit mit dem belgischen Erstligisten Zulte-Waregem. Der Wechsel ist aber noch nicht definitiv (29.3.2018).
Der 24-jährige Verteidiger Marco Bürki verhandelt derzeit mit dem belgischen Erstligisten Zulte-Waregem. Der Wechsel ist aber noch nicht definitiv (29.3.2018).
Andreas Blatter
Nach diversen Verletzungen kam Taulant Seferi in der laufenden Saison zu mehreren Teileinsätzen, soll nun aber beim FC Wohlen in der Challenge League Spielpraxis sammeln (16.2.2018).
Nach diversen Verletzungen kam Taulant Seferi in der laufenden Saison zu mehreren Teileinsätzen, soll nun aber beim FC Wohlen in der Challenge League Spielpraxis sammeln (16.2.2018).
Andreas Blatter
Nicolas Bürgy (rechts) bleibt noch für eine weitere Saison im Oberland.
Nicolas Bürgy (rechts) bleibt noch für eine weitere Saison im Oberland.
Keystone
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Es war eine sehr frühere Bewerbung für das Tor des Jahres: Mitte Juli in der Europa-League-Qualifikation gegen Dinamo Brest erzielte der neue YB-Offensivakteur Nicolas Brice Moumi Ngamaleu für den SC Altach einen Treffer von der Mittellinie aus. Eine Runde später gegen Gent traf der 23-Jährige erneut sehenswert, diesmal mit einem Lob nach einem Sprint über das halbe Spielfeld.

Gut zwei Millionen Franken überweisen die Young Boys an Altach, Ngamaleu ist damit einer der teuersten Zugänge der Vereinsgeschichte. In Bern hat er einen Vierjahresvertrag bis zum Sommer 2021 unterschrieben, er wird die Nummer 13 tragen. «Er ist sehr schnell, trickreich, stark im Eins-gegen-Eins, er verfügt über grosses Potenzial», sagt Trainer Adi Hütter.

Video: Dinamo Brest - SC Altach

Nicolas Brice Moumi Ngamaleu erzielt das 1:0 für Altach.

Lob des ehemaligen Trainers

Der Wechsel zu den Young Boys ist der nächste Schritt in der Karriere Ngamaleus, in der er es im letzten Jahr steil aufwärtsgegangen ist. Im Sommer 2016 wechselte er aus seiner Heimat von Cotonsport nach Österreich, nach schwierigen ersten Monaten stieg er im zweiten Halbjahr bei Altach zum Leistungsträger und Publikumsliebling auf. Der Lohn: ein Aufgebot für den Confedera­tions Cup in Russland, bei dem Ngamaleu für Kamerun zu zwei Teileinsätzen kam. Er steht auch im Aufgebot für die bevorstehenden beiden Länderspiele gegen Nigeria.

Für Altach erzielte er in 38 Pflichtpartien 10 Tore und drei Assists. «Er war in Österreich einer der besten Spieler», sagt Hütter, der mit dem Trainer von Altach freundschaftlich verbunden ist. Deshalb wisse er, dass Ngamaleu über einen guten Charakter verfüge. «In Altach sprach aber kaum jemand Französisch. Auch deshalb wird er sich bei uns sehr wohlfühlen», meint der Trainer. Hütter schliesst nicht aus, dass YB noch einen weiteren Kauf tätigt. «Solange das Transferfenster offen ist, sollte man auch die Augen offen behalten», sagt er. Grundsätzlich sei er aber sehr zufrieden mit dem Kader.

Kein Vergleich mit Ravet

In Altach spielte Nicolas Ngamaleu sowohl im Sturm wie auf dem Flügel; bei YB ist er für die rechte Seite vorgesehen, auf der nach dem Abgang von Yoric Ravet eine Lücke entstanden ist. Der Transfer des bald 28-jährigen Franzosen in die Bundesliga zu Freiburg wurde am Samstag gleichzeitig mit dem Kauf von Ngamaleu offizialisiert.

Für Ravet dürfte YB rund 4 Millionen Franken erhalten. Der Offensivakteur war im Januar 2016 von GC nach Bern gewechselt, in 70 Pflichtspielen erzielte er 16 Tore und bereitete deren 33 vor. «Ngamaleu ist ein ganz anderer Spielertyp als Ravet», sagt Hütter. «Man kann die beiden nicht miteinander vergleichen.»

Eine Gemeinsamkeit haben die beiden aber. Auch Yoric Ravet war einer für spektakuläre Tore.

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