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Nichts geht mehr

Sieben Spiele in Folge konnte die U-21-Equipe des FC Thun in der 1. Liga nicht mehr gewinnen. Auch gegen den Tabellenführer Luzern U-21 setzte es für das Team von Coach Simon Nüssli eine Niederlage ab.

Thuns Nicola Sutter (links) duelliert sich mit Phi Nguyen.
Thuns Nicola Sutter (links) duelliert sich mit Phi Nguyen.
Daniel Teuscher

Der einst stolze Vorsprung der Thuner auf die Abstiegsplätze ist dahingeschmolzen wie der Schnee an der Aprilsonne. Es verbleibt ein Polster von nur noch fünf Punkten. Im direkten Vergleich zweier Nachwuchsteams von Super-League-Vereinen, die sich bis zur 60. Minute auf Augenhöhe begegneten, war die U-21-Mannschaft von Luzern gegen die Thuner mehr vom Glück begünstigt.

Die Thuner zeigten wohl die beste Leistung nach der Winterpause. Den Ausschlag beim 2:0-Sieg der Luzerner gaben einzig und allein die Effizienz und die Cleverness.

Kaum Torchancen

Zu grossen Möglichkeiten kamen beide Mannschaften bis zur 42. Minute nicht. Als Chance kann man den glücklichen Führungstreffer der Innerschweizer 3 Minute vor dem Seitenwechsel auch nicht bezeichnen. Im Anschluss an eine unübersichtliche Strafraumszene und ein Getümmel vor dem Tor von Thun-Goalie Felix Hornung reagierte Dario Ulrich am schnellsten.

Er bugsierte den Ball am machtlosen Hornung vorbei ins Netz. Hornung, von dem später noch die Rede sein wird, ärgerte sich über den Gegentreffer. «Wir wollten unbedingt mit dem 0:0 in die ­Pause.» Leider habe das ver­meidbare Gegentor die Pläne über den Haufen geworfen, so der Schlussmann, der bis zur verhängnisvollen 59. Minute eine fehlerfreie Leistung zeigte.

Rote Karte gegen Hornung

In der 59. Minute brach das Unheil vollends über die Thuner herein. Nach einem wunder­schönen Pass in die Tiefe, nicht dem ersten Idealzuspiel der technisch starken Luzerner in dieser Partie, entwischte Dario Ulrich der Thuner Abwehr. Er versuchte den herauseilenden Hornung mit einem Heber zu überlisten. Hornung ahnte das Vorhaben des ­Luzerners, musste sich aber mit einem Handspiel behelfen.

Weil dieses ausserhalb des Strafraumes erfolgte, blieb dem amerikanischen Schiedsrichter, der im Rahmen eines Austauschprogramms das Spiel leitete, nur ein Entscheid: Er zückte die Rote Karte gegen den Thuner Goalie und gab Freistoss, rund 17 Meter vor dem Tor. Für Hornung kam der Ersatztorhüter Michael Wiedmer, Nicola Sutter musste das Spielfeld verlassen.

Als wären die Thuner mit dem Platzverweis nicht schon genug bestraft ge­wesen, kam es noch schlimmer. Phi Nguyen hämmerte den Ball, der von einem Thuner noch ab­gefälscht wurde, zum 2:0 ins Netz. Vorbei waren die Hoffnungen, gegen den Tabellenführer zu punkten. Der souveräne Ligakrösus spulte die restlichen 30 Minuten problemlos herunter.

«Natürlich war der Ausschluss gegen mich berechtigt», sagte der Thuner Goalie nach Spielschluss. Er habe zur diese Massnahme greifen müssen, um ein sicheres Gegentor zu verhindern, sagte der Schlussmann. «Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, und ich bin mir sicher, dass es bald wieder aufwärtsgeht», erklärte der zuversichtliche Hornung.

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