Mvogo vor Transfer nach Leipzig

Yvon Mvogo wird mit allergrösster Wahrscheinlichkeit zu RB Leipzig wechseln – und nächste Saison wohl in der Champions League spielen. Die Ablösesumme beträgt rund 5 Millionen Franken.

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Yvon Mvogo wird YB im Sommer verlassen, das ist schon lange klar. Nun ist sein nächster Arbeitgeber bekannt. Der junge Torhüter wird sich laut sehr gut unterrichteten Quellen mit allergrösster Wahrscheinlichkeit dem beeindruckenden, ambitionierten Projekt von RB Leipzig anschliessen. Unterschrieben sind noch nicht alle Verträge, deshalb wurde der Transfer auch noch nicht kommuniziert.

Es kann schliesslich immer noch etwas dazwischenkommen, wie beispielsweise einst beim gescheiterten Wechsel Sékou Sanogos von YB zu Hamburg.Mvogo ist sich mit RB-Chefstratege Ralf Rangnick einig, und die zwei Vereine haben sich auch bereits über die Ablösesumme geeinigt.

Der Sockelbetrag beträgt rund 5 Millionen Franken, dazu könnten bei entsprechenden Erfolgen Mvogos mit Leipzig sowie einem Weiterverkauf saftige Bonuszahlungen fällig werden. Auch die deutsche Fachzeitschrift «Kicker» meldet den Transfer des früheren Captains der Schweizer U-21-Nationalmannschaft am Donnerstag. Bei YB hält man sich bedeckt und äusserst sich erst, wenn es etwas zu Kommunizieren gibt. «Aber es ist nichts Neues, dass Spieler wie Yvon Mvogo und Denis Zakaria das Interesse europäischer Vereine geweckt haben», sagt Sportchef Christoph Spycher.

Gute Chance auf Stammplatz

Wie beim 20-jährigen YB-Mittelfeldspieler Denis Zakaria, der eine noch erheblich höhere Ablösesumme generieren dürfte, standen die Interessenten bei Mvogo Schlange. Irgendwann kristallisierte sich die Bundesliga als bevorzugte neue Destination des hoch begabten Torhüters heraus. Klubs wie Freiburg und Mainz erwiesen sich bald als zu klein, Leipzig dagegen dürfte nächste Saison in der Champions League dabei sein.

Der spielstarke Aufsteiger steht mit einer sehr jungen Mannschaft immer noch auf Rang 2. Vor rund einem Monat wurde Mvogo von dieser Zeitung darauf angesprochen, dass Leipzig eine perfekte Adresse für ihn wäre, zumal RB-Goalie Peter Gulacsi, ungarischer Nationalspieler, kein aussergewöhnlich starker Konkurrent sei. «Klar könnte das spannend sein. In Leipzig wird hervorragend gearbeitet», antwortete Mvogo.

Nun wird der gebürtige Kameruner, seit Dezember 2013 die Nummer 1 bei YB, also den nächsten Schritt in seiner hoffnungs­vollen Karriere unternehmen. In Leipzig läuft der Vertrag Fabio Coltortis aus. Der Schweizer ist bereits 36 Jahre alt und debütierte zuletzt in der Bundesliga, weil Gulacsi an einer Grippe litt. Mvogo besitzt gute Chancen, sich den Stammplatz zu sichern. Auch Ralf Rangnick schwärmt von den ­Qualitäten des 22-Jährigen.

Tolles Sprungbrett

RB Leipzig hat sich als grossartiges Sprungbrett für junge Fussballer etabliert. Der Klub investiert fleissig in aufstrebende Akteure, und mehrere von ihnen wie Naby Keita (22), Emil Forsberg (25) oder Timo Werner (21) werden nach starken Leistungen auf dem Transfermarkt mittlerweile für Ablösesummen von 30 Millionen Franken aufwärts bewertet. Auch der aktuell verletzte Denis Zakaria wird als Verstärkung in Leipzig, aber auch bei vielen anderen Klubs gehandelt.

Zakaria und Mvogo werden bei YB natürlich äusserst schwierig zu ersetzen sein. Zumindest auf dem Goalieposten aber sehen sich die Young Boys gut aufgestellt. Der im Moment an den FC Winterthur verliehene David von Ballmoos (22) dürfte nächste Saison die Nummer 1 sein, der langjährige YB-Captain Marco Wölfli (34) sein Mentor und Herausforderer. Zudem steht mit Dario Marzino (20) ein weiterer junger Torhüter im Kader der Berner. (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.04.2017, 07:53 Uhr

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