Münsingens Premiere

Der FC Münsingen hat die ersten Punkte in der Promotion League. Der Aufsteiger bezwang Bellinzona dank zwei Gasser-Toren 2:0.

Peter Berger@PeterBerger67

1:2 gegen Zürich und 3:4 nach einem Gegentreffer in der 95. Minute in Cham. Dem FC Münsingen war der Start in der neuen ­Liga missglückt. Doch im ersten Heimspiel der Promotion League haben die Aaretaler reagiert. Im Duell der Aufsteiger behielt der FCM gegen das mit zwei Siegen gestartete Bellinzona verdient die Oberhand.

Matchwinner war mit zwei Toren Patric Gasser. Der Captain sorgte nach einer Körperdrehung kurz vor Ablauf einer Stunde für den Führungstreffer. In der Nachspielzeit liess der Stürmer seine Klasse erneut aufblitzen, versetzte einen Bellinzona-Verteidiger und stellte mit dem zweiten Treffer den Sieg sicher. «Die Tore waren okay», meinte Gasser bescheiden. «Wichtiger sind die drei Punkte. Die sind nach den zwei Niederlagen wichtig für die Moral.» Den Grund für die ersten Punkte in der dritthöchsten Liga des Landes ortete Gasser weniger bei sich als vielmehr bei der Mannschaft: «Wir standen extrem kompakt, die Viererabwehrkette agierte sehr stabil.»

Mumenthalers Comeback

Erstmals wurde diese wieder von Daniel Mumenthaler dirigiert. Der Innenverteidiger hatte nach dem Aufstieg eigentlich seinen Rücktritt erklärt, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. «Mumi ist ein überragender Spieler», lobte Gasser den Rückkehrer. Der Innenverteidiger gab die verbalen Komplimente zurück: «Gasser ist unser erster Verteidiger. Ein einzelner Spieler ist bei uns aber nicht entscheidend, wir haben gewonnen, weil die ganze Mannschaft sehr gut gespielt hat.»

Mumenthaler, mit 31 Jahren der Teamsenior, hielt die ­Abwehr jedoch auch nach dem Platzverweis von Nebenmann Toni Dreier zusammen (64.), klärte in der Schlussphase – als die Tessiner auf den Ausgleich drückten–, zweimal gekonnt in einer heiklen Situation. Der Familienvater liess sich von Trainer Kurt Feuz zum Comeback überreden. Dem Coach fehlte nach den Abgängen von Lukas Schenkel, Rico Thalmann und eben Mumenthaler plötzlich viel Erfahrung in der Abwehr. Auch deshalb kassierte der FCM am vergangenen Mittwoch in Cham nach einer 3:2-Führung in der Schlussphase noch zwei Gegentore.

«Mit Feuz verbindet mich eine langjährige Freundschaft, da helfe ich gerne», begründet Mumenthaler das Comeback. Der Routinier dürfte vorerst nur in den Heimspielen aushelfen. Bei der Sandreutenen-Premiere in der Promotion League ist dieser Poker sowohl für ihn als als auch für das Team und den Trainer aufgegangen.

Berner Zeitung

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