Mit einem blauen Auge davongekommen

Marco Bürki und Grégory Wüthrich erhalten eine Spielgelegenheit in der Abwehr, überzeugen aber nicht restlos. Mit dem 1:1 gegen Skënderbeu ist Trainer Adi Hütter zufrieden.

  • loading indicator
Fabian Ruch

Auf ihrem Weg zur souveränen Tabellenführung in der Super League bauten die Young Boys in den letzten Wochen auf ein starkes Innenverteidigerduo. Captain Steve von Bergen und Kasim Nuhu bildeten ein überzeugendes Bollwerk, zweikampfstark und auch in der Spieleröffnung mehr als solid. «Für die anderen zentralen Abwehrspieler ist das keine einfache Situation», hatte Adi Hütter mehrmals in dieser Saison gesagt. «Aber ihre Zeit wird kommen.»

Gestern Abend durften Marco Bürki und Grégory Wüthrich, mit 24 und 22 Jahren immer noch relativ jung, aber bereits ziemlich erfahren, gleich beide von Beginn an spielen. In einer Dreierkette, nicht aber an der Seite von Nuhu, wie von Hütter auch angedacht, sondern zusammen mit von Bergen. Insbesondere Bürki vermochte die fehlende Spielpraxis vorerst nicht zu kaschieren, ihm unterliefen vor der Pause einige Fehler. Und Wüthrich sah beim Treffer der Albaner Mitte der zweiten Halbzeit schlecht aus.

Schlechte Platzbedingungen

In diesen strengen Wochen ist es bei allen im Europacup engagierten Klubs normal, dass beim Programm mit Auftritten im Vier-Tage-Rhythmus Veränderungen an der Aufstellung vorgenommen worden. Die Young Boys sind beim 1:1 gegen Skënderbeu am Donnerstagabend angesichts der umfangreichen Bastelarbeit an der Formation mit einem blauen Auge davongekommen. «So schwach ist Skënderbeu nicht», sagt Adi Hütter, «wir nehmen diesen Punkt gerne mit.»

Es sei ein sehr schwieriges Spiel gewesen, findet der YB-Trainer, der Rasen sei in schlechtem Zustand gewesen, das Geschehen kräfteraubend, die Leistung seiner Mannschaft insgesamt sicher nicht perfekt, aber ordentlich. «Wir haben bereits am Sonntag wieder ein sehr wichtiges Spiel gegen St. Gallen», sagt Hütter, «es ist wichtig, dass wir dann frische Spieler auf dem Platz haben werden.»

Rang 2 in der Europa League

In den nächsten beiden Europa-League-Partien trifft YB auf Dynamo Kiew, zuerst auswärts, dann in Bern. Wie bereits in der 3. Qualifikationsrunde zur Champions League, als sich die Young Boys spektakulär durchgesetzt hatten (1:3 in Kiew, 2:0 in Bern nach einem Treffer in der 90. Minute). Im ersten Gruppenspiel hatte Kiew gegen Skënderbeu 3:1 gewonnen, gestern siegte Dynamo nach 0:2-Rückstand mit 3:2 bei Partizan Belgrad. Das war für die Young Boys ein ideales Resultat, denn hinter dem souveränen Kiew scheint sich ein Dreikampf um Rang 2 anzubahnen. «Wir sind nun Zweiter», sagt Trainer Adi Hütter, «und auch das nehmen wir natürlich gerne.»

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt