Minerva zeigt Mobulu den Meister

In der Futsal Premier League hat Minerva im Derby gegen Mobulu Uni Bern mit 6:1 gewonnen. Vor allem in der ersten Halbzeit begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Am Ende setzte sich die Klasse des Meisters durch.

Minervas Durim Racaj gegen Mobulus Janik Huber im Zweikampf. Der Meister in Blau setzte sich schlussendlich doch klar durch.<p class='credit'>(Bild: Manuel Zingg)</p>

Minervas Durim Racaj gegen Mobulus Janik Huber im Zweikampf. Der Meister in Blau setzte sich schlussendlich doch klar durch.

(Bild: Manuel Zingg)

Es laufen die letzten Minuten in der ersten Halbzeit des Berner Stadtderbys in der Swiss Futsal Premier League. Minerva-Spieler Mauricio Lopes tritt zu einem Strafstoss an und lässt Noël ­Charrier im Tor von Mobulu Futsal Uni Bern keine Chance. Es ist die längst überfällige 1:0-Führung für Minerva (17.), obwohl auch Mobulu durchaus Chancen auf ein Tor gehabt hätte. Doch nur kurz darauf gelingt den Gästen nach einem schnell gespielten Eckball bereits der Ausgleich durch Janik Huber (18.).

Zunächst auf Augenhöhe

Die Schlussminuten des ersten Durchgangs sind bezeichnend für das erste Stadtderby in dieser ­Saison – es lebt von der Ausgeglichenheit. Beide Teams wirken von Anfang an agil und sind besonders in der Defensive aufmerksam. Das Geschehen gleicht oft einem offenen Schlagabtausch, in dem sowohl der amtierende Meister Minerva als auch Mobulu zu guten Chancen kommen.

Doch es fehlt auf beiden ­Seiten die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Zur Unzufriedenheit von Minerva-Trainer Pedro Santos, der sich schon nach zehn ­Minuten gezwungen sieht, ein Time-out zu nehmen. «Wir waren zu weit weg von unseren Gegenspielern. Ich nehme sonst nie so früh ein Time-out. Doch in dieser Situation musste ich dem Team gewisse Dinge klarmachen.»

«Wir waren zu weit weg von unseren Gegenspielern. Ich nehme normalerweise nie so früh ein Time-out. Doch in dieser Situation musste ich dem Team gewisse Dinge klarmachen.»Minerva-Coach Pedro Santos

Und die Worte des Portugiesen tragen in der Folge Früchte. Minerva beginnt vermehrt tief in der Hälfte des Gegners zu pressen und setzt so Mobulu noch früher unter Druck. Die Folge davon: eine Steigerung der Dynamik und eine ruppige Spielweise. Trotz einigen Unterbrüchen nach harten Fouls scheinen die zahlreich erschienenen Zuschauer in der Weissensteinhalle vom Spiel begeistert.

Mobulu bricht ein

Schon in den Anfangsminuten des zweiten Abschnitts zeichnet sich ab, dass Minerva besser ins Spiel kommt. «Ich war nicht zufrieden mit der ersten Halbzeit. Glücklicherweise konnten wir uns nach der Pause steigern», erklärt Minervas Coach Santos. Und so verliert Mobulu immer mehr die Kontrolle und überlässt Minerva das Spieldiktat. Vor allem bei stehenden Bällen lässt die Konzentration der Mobulu-Akteure in der Defensive nach, was sich prompt rächt – Minerva erzielt durch Gabriel Buckson das 2:1 (23.). Und auch das 3:1 durch den ehemaligen Mobulu-Topskorer Evangelos Marcoyannakis, der erst seit dieser Saison für Minerva stürmt, erfolgt nach einer Standardsituation und einer Unaufmerksamkeit der Gäste (26.).

«Das sind Details, an denen wir mit unserer Mannschaft noch arbeiten müssen. Solche Fehler müssen wir in Zukunft verhindern», sagt Mobulu-Spielertrainer Mirko Wilhelm zu den Ge­gentoren. Auch das 4:1 für das Heimteam fällt nach einem stehenden Ball (32.), es ist die Entscheidung im Derby, obschon sich Mobulu nun entscheidet, auf volles Risiko zu gehen und den Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler zu ersetzen.

Doch die Wende bleibt aus, und so erzielt Minerva kurz vor dem Ende noch zwei Tore, schraubt das Skore zum Endstand von 6:1. «Wir sind enttäuscht, dürfen aber trotzdem mit der Leistung zufrieden sein», sagt Mobulus Wilhelm. Freilich ist auch Minerva-Coach Santos zufrieden, vor allem mit der zweiten Halbzeit: «Wir haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Wir hoffen, dass es so weitergeht. Denn wir wollen auch in dieser Saison Meister werden.»

Berner Zeitung

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