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«Mein Herz gehört Serbien»

Zdravko Kuzmanovic spricht über seine Rolle in Florenz, seine Karriere, die Zukunft und das Spiel heute gegen Bayern München.

Wie fühlt man sich als Publikumsliebling in Florenz?

Zdravko Kuzmanovic: Es ist ein schönes Gefühl, wenn die Leute hier meinen Namen rufen. «Kuz, Kuz, Kuz», so feuern sie mich an.

Welche Rolle spielen Sie im Team?

Wir spielen im Mittelfeld mit drei Akteuren, ich bin halbrechts und habe viele Freiheiten auf der rechten Seite. Das ist ideal für mich, ich muss viel laufen, habe viele Ballkontakte, komme rasch ins Spiel. Es läuft gut.

Sind Sie überrascht, wie schnell Sie sich durchgesetzt haben?

Ja und nein. In Basel ging es damals ja auch relativ schnell, und bei meinem Wechsel mit 19 Jahren zur Fiorentina musste ich mich zuerst ein wenig gedulden. Aber in unserem Verein erhalten die Jungen ihre Chance. Und ich habe sie genutzt.

Wenn Ihre Karriere in diesem Tempo weitergeht (unterbricht) ...

davon kann ich ja nicht ausgehen, das wäre übertrieben. Mein Vertrag läuft noch zweieinhalb Jahre, dann bin ich 24 und vielleicht bereit für den nächsten Schritt. Es gibt in Florenz noch viel zu erreichen.

Zum Beispiel?

Wir wollen wieder in die Champions League, das wird nicht einfach, die Serie A ist sehr ausgeglichen und stark besetzt. Und zudem wollen wir in dieser Saison in der Champions League in die Achtelfinals kommen.

Das wird nicht einfach.

Nein, wir müssen am Mittwoch Bayern schlagen. Im Hinspiel in München haben wir zwar 0:3 verloren, aber wir hatten Chancen, um drei Spiele zu gewinnen. Wir stehen unter Druck, aber wir wissen, dass wir Bayern schlagen können. Erreichen wir nicht die Achtelfinals, wollen wir Dritter werden und im Uefa-Cup weiterspielen. Da haben wir eine Rechnung offen. In der letzten Saison schieden wir im Halbfinal unglücklich im Penaltyschiessen gegen die Glasgow Rangers aus.

Bereuen Sie es nie, für Serbien und nicht für die Schweiz zu spielen?

Nein. Das war damals keine einfache Entscheidung. Aber mein Herz gehört Serbien.

Ihre Heimat ist aber in Thun.

Ja, ich bin in Thun geboren und aufgewachsen, ich denke gerne an diese Zeit zurück. Ich habe in Dürrenast und bei YB gespielt, und wenn ich in der Schweiz bin, besuche ich immer Freunde und Angehörige in Bern und Thun. Ich ärgere mich heute noch, habe ich in Dürrenast nie das bekannte Sommerturnier gewonnen und in der Lachenhalle nie das Hallenturnier.

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