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Maulwurfaffäre: Jetzt redet Guardiola

Die brisanten Enthüllungen eines anonymen Profis über das gestörte Innenleben der Mannschaft entfachen bei den Bayern einigen Zündstoff.

Bayerns Startrainer Pep Guardiola erklärt sich zur Maulwurfaffäre.
Bayerns Startrainer Pep Guardiola erklärt sich zur Maulwurfaffäre.
Keystone
«Wo ist bloss der Maulwurf», denkt sich Pep Guardiola wohl.
«Wo ist bloss der Maulwurf», denkt sich Pep Guardiola wohl.
Keystone
Diesmal zeigt Pep Guardiola Arjen Robben die Richtung an.
Diesmal zeigt Pep Guardiola Arjen Robben die Richtung an.
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Obwohl die Bayern in Meisterschaft, Pokal und Champions League noch sämtliche gesteckten Saisonziele erreichen können, «brodelt es», behaupet im Fachmagazin «Kicker» ein Profi der Bayern, der nicht namentlich genannt werden will.

«Die Stimmung in der Mannschaft ist nicht gut», zitiert der «Kicker» den Maulwurf, der auch noch behauptet: «Wenn alle Spieler fit sind, kracht es.» Dann könne es zur Explosion kommen. Das zwischenmenschliche Verhältnis zwischen Startrainer Pep Guardiola, der den Verein Ende Saison verlässt, und den Stars ist offenbar empfindlich gestört.

«Es ist nicht möglich, das zu unterbinden»

Guardiola habe von seinen Spielern mehr Professionalität gefordert und das Übergewicht mehrerer Profis vor versammelter Mannschaft scharf kritisiert. Zudem habe der Club eine E-Mail an die Spieler verschickt, dass sie sich künftig Reisen an den freien Tagen absegnen lassen müssen. Man will damit verhindern, dass sich Spieler einen Kurztrip ins Ausland gönnen. Schon in seiner Anfangszeit in München suchte Guardiola fieberhaft nach einem Maulwurf. «Egal, wer es ist, es werden Köpfe rollen. Denjenigen schmeisse ich raus. Er wird nie wieder unter mir spielen», versprach Guardiola damals.

Heute, ein halbes Jahr vor seinem Abgang aus München, sieht er das offenbar nicht mehr so eng. «Ich habe gemerkt, es ist nicht möglich, das zu unterbinden. Wenn Spieler oder Trainer sprechen wollen, kein Problem. Damit kann ich leben», sagte er bei der offiziellen Pressekonferenz zum sonntäglichen Spiel gegen Hoffenheim.

«Ich kenne diesen anonymen Spieler nicht»

Und dann fügte der Katalane etwas wirr an: «Welche Diskussionen? Wo ist das Problem? Welcher Spieler ist der anonyme Spieler, wo spielt dieser Anonymus? Ist er Rechtsverteidiger? Verteidiger? Oder nach vorn? Oder vielleicht ist er aus dem Staff? Ich kenne diesen anonymen Spieler nicht.»

Zum Vorwurf, einige Spieler hätten Übergewicht und seien nicht professionell genug, wies der Katalane lediglich darauf hin, dass die Stimmung gut sei. «Du kannst nicht nur eine Niederlage in der Hinrunde haben, wenn die Stimmung nicht gut ist. Das ist unmöglich. Hier, in Timbuktu, in Afrika, in Australien, überall: Wenn ein Spieler nicht spielt, ist er ein bisschen traurig, enttäuscht. Das ist normal. Aber die Stimmung ist gut», versicherte der Katalane und fügte bei: «In den ersten Jahren hatten wir Spieler mit ein, zwei Kilo mehr. Kein Problem. Wenn sie aus den Ferien kommen, will ich, dass sie nach ein bis zwei Wochen ihr richtiges Gewicht haben. Alle sind jetzt beim perfekten Gewicht.»

Und auch die E-Mail des Clubs, welche offenbar Teammangerin Kathleen Krüger verschickt hat, sei kein besonderer Vorgang. Die Mannschaft bekomme während einer ganzen Saison Mails. «Tausend Millionen», erkärte Guardiola leicht übertrieben und ergänzte: «Verein und Trainer haben entschieden, dass es das Beste ist. Unsere freien Tage sind zur Regeneration. Wenn englische Woche ist, bleiben sie bei der Familie oder kommen zur Reha.»

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