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«Matthäus wäre einer für den FC Bayern»

Die Trainerfrage ist beim deutschen Rekordmeister eine unendliche Geschichte. Nun bringt Franz Beckenbauer einen Mann ins Spiel, den Präsident Uli Hoeness vor ein paar Jahren noch nicht einmal als Rasenpfleger haben wollte.

Lothar Matthäus als Bayern-Trainer? Franz Beckenbauer kann es sich vorstellen.
Lothar Matthäus als Bayern-Trainer? Franz Beckenbauer kann es sich vorstellen.
Keystone

Der designierte Bayern-Trainer Jupp Heynckes, der zurzeit noch bei Bayer Leverkusen das Kommando führt, hat seinen Job in München noch nicht einmal angetreten, und schon denkt Deutschlands Fussball-Übervater Franz Beckenbauer über die Nachfolge des 65-Jährigen nach. Sollte sich Heynckes nach Ablauf des Einjahresvertrages im Sommer 2013 nicht zu einer Verlängerung seines Engagements überreden lassen, würde «Kaiser Franz» gerne den deutschen Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus auf der Bayern-Bank sehen.

«Ich halte Lothar für einen ausgezeichneten Trainer. Er kann eine Mannschaft führen. Ausserdem hätte er Uli Hoeness und Karl-Heinz Rummenigge an seiner Seite», sagte Beckenbauer in der Fussball-Talkshow «Sky 90». Beckenbauer verbindet mit Matthäus den WM-Triumph 1990 in Italien – der heutige Nationalcoach der Bulgaren war damals der verlängerte Arm des deutschen Teamchefs.

Das Verhältnis zwischen Hoeness und Matthäus war jedoch lange Zeit weit weniger harmonisch. Als sich Matthäus 2002 als Trainer der Bayern ins Gespräch bringen wollte, reagierte der damalige Manager der Münchner mit beissendem Spott: «Der will ja beim FC Bayern was werden. Aber so lange ich und Kalle Rummenigge hier etwas zu sagen haben, wird der nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion.»

Matthäus scheint Hoeness dies nicht nachzutragen und verteidigte ihn vehement gegen die jüngsten Attacken der Bayern-Fans, die dem Präsidenten sein Interesse an Schalkes Torhüter Manuel Neuer und seine Bemühungen um die Rettung des Lokalrivalen TSV 1860 München vorwerfen. «Ich war schockiert und fand das unfassbar. So geht man nicht mit Uli Hoeness um. Da wurde ein Mensch attackiert, dem der FC Bayern – und das ist nicht böse gemeint – mehr zu verdanken hat als etwa einem Franz Beckenbauer oder Gerd Müller», erklärte Matthäus gegenüber der «Welt».

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