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ManU ringt Chelsea mit 2:1 nieder – Barça locker weiter

Manchester United konnte auch das zweite Spiel gegen Chelsea gewinnen. In einem dramatischen Spiel obsiegte die United mit 2:1.

Die Partie wurde von beiden Mannschaften engagiert geführt. Ashley Cole für Chelsea setzt sich hier gegen Park durch.
Die Partie wurde von beiden Mannschaften engagiert geführt. Ashley Cole für Chelsea setzt sich hier gegen Park durch.
Keystone
Nach 43 Minuten konnte Hernandez nach einer wunderbaren Vorbereitung von Oldie Ryan Giggs zum 1:0 für Manchester einschieben.
Nach 43 Minuten konnte Hernandez nach einer wunderbaren Vorbereitung von Oldie Ryan Giggs zum 1:0 für Manchester einschieben.
Keystone
Im anderen Spiel setze sich Barça standesgemäss gegen Donezk durch. Messi erzielte das einzige Tor in der 42 Minute.
Im anderen Spiel setze sich Barça standesgemäss gegen Donezk durch. Messi erzielte das einzige Tor in der 42 Minute.
Keystone
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In jenem Champions-League-Viertelfinal mit der brisantesten Ausgangslage vor den Rückspielen hat Chelsea die Wende nicht mehr herbeiführen können. Die «Blues» zogen gegen Manchester United auch im zweiten Teil des «Battle of England» den Kürzeren.

Nach dem 0:1 auf eigenem Terrain resultierte für Chelsea eine 1:2-Auswärtsniederlage. Das Team von Carlo Ancelotti hätte durchaus Optionen gehabt. 42 Minuten lang waren im «Old Trafford»-Stadion, im sogenannten «Theatre of Dreams», keine Tore gefallen und die Londoner wussten bis dahin in einigen Belangen zu überzeugen. Ein Tor von Javier «Chicharito» Hernandez dämpfte dann allerdings die Erwartungen. Nach Didier Drogbas Ausgleich in der 77. Minute, der sich überhaupt nicht angekündigt hatte, keimte zwar nochmals Hoffnung auf, doch schon 50 Sekunden später wurde dem Optimismus wieder die Grundlage entzogen, weil der Südkoreaner Ji-Sung Park unmittelbar nach Wiederanpfiff kaltblütig vollstreckte. Dies war als Vorentscheidung zu werten, zumal das im Hintertreffen liegende Chelsea dezimiert war. Der brasilianische Internationale Ramires hatte Gelb-Rot gesehen, weil er sich bei einem Rencontre mit Nani ungeschickt anstellte (70.).

«Triple» für «ManU», Nullrunde für Chelsea?

Manchester United darf weiterhin vom dritten Champions-League-Titel nach 1999 und 2008 träumen. Die «Mancunians» treffen in den Halbfinals sehr wahrscheinlich auf den Bundesligisten Schalke 04. Sie sind noch eine Affiche vom Final im Wembley-Stadion entfernt und könnten in der Stadt ihrer ärgsten nationalen Kontrahenten einen nächsten Coup landen. Manchester United hat seinen Status als Konstante in der «Königsklasse» zementiert; seit der Saison 2006/07 hat sich der Klub im wichtigsten Vereins-Wettbewerb zum vierten Mal zumindest für die Halbfinals qualifiziert. Der Maximal-Ertrag im Saison-Endspurt wäre ein «Triple» mit dem Gewinn der englischen Meisterschaft, des FA-Cups und der Champions League. Chelsea hingegen wird wohl zum Ärger des russichen Investors Roman Abramowitsch in dieser Saison leer ausgehen. Die «Königsklasse» wäre noch so etwas wie ein Rettungsanker gewesen.

Chelsea mit forschem Beginn

Für Chelsea waren die Vorzeichen vor dem gestrigen Match schlecht gewesen. «ManU» konnte sich vor dem zweiten Duell darauf berufen, in dieser Saison zuhause noch keinen einzigen Ernstkampf verloren zu haben. Die «Red Devils» absolvierten bis dahin ihren Parcours in der laufenden Champions-League-Kampagne ohne Niederlage und mit bloss zwei Gegentoren. In der Premier League liegen sie elf Punkte vor dem Erzrivalen Chelsea. Trotz der wenig verheissungsvollen Perspektiven bekräftigten die Londoner in der Anfangsphase, dass sie daran glaubten, den Spiess umdrehen zu können. Sie erarbeiteten sich ein leichtes Plus punkto Ballbesitz und die gefährlicheren Chancen. Zwischen der 12. und der 15. Minute kamen die Gäste durch Fernando Torres (Kopfball), Nicolas Anelka (Hinterhalt-Schuss) und Frank Lampard (Flachschuss von der gegnerischen Strafraumgrenze aus) zu drei Abschlüssen, die bei präziserer und konsequenterer Ausführung jeweils das 1:0 hätten bedeuten können. Chelseas Offensiv-Kräfte mussten sich vorwerfen lassen, dass sie in der Zone vor «ManU»-Keeper Edwin van der Star zu wenig zwingend agierten.

Formschwacher Torres statt Drogba

Im Lager von Chelsea dürfte man sich gefragt haben, ob man zu Beginn auch ohne Torerfolg geblieben wäre, wenn Didier Drogba auf dem Platz gestanden hätte. Der Star-Stürmer von der Elfenbeinküste sass in der ersten Hälfte auf der Ersatzbank. Der unter Druck stehende Trainer Ancelotti hatte zunächst Fernando Torres den Vorzug gegeben - just jenem Stürmer, der noch immer auf seinen ersten Treffer im Dress von Chelsea wartet, seit er im Winter vom FC Liverpool für um die 58 Millionen Euro an die Stamford Bridge gewechselt hat.

Der Spanier verpasste es erneut, sich mit Nachdruck zu empfehlen. Eine gewisse Verunsicherung war ihm anzumerken. Torres verstolperte zu viele Bälle. Zudem gelang es ihm nicht, Abstimmungsprobleme zu kaschieren. Nach der Pause erschien Torres nicht mehr auf dem Rasen. Drogba wurde für ihn eingewechselt. Ancelotti war zu einer Reaktion gezwungen gewesen.

Altmeister Giggs als Schlüssel zum Sieg

Manchester United dürfte das Pausen-Ergebnis etwas geschmeichelt haben. Die Equipe von Sir Alex Ferguson verteidigte eine Weile mit einer Prise Nonchalance und verzeichnete in den ersten 45 Minuten lediglich zwei ernst zu nehmende Möglichkeiten. Beim ersten Mal befand sich Hernandez noch um ein paar Zentimeter im Offside, als er eine Flanke von Wayne Rooney ins Netz genickt hatte (27.) und der portugiesische Schiedsrichter Olegario Benquerença richtigerweise eingriff, rund eine Viertelstunde später gab es keine Zweifel mehr, als der mexikanische Internationale aus geringer Torentfernung einen Querpass des walisischen Altmeisters Ryan Giggs über die Linie drückte. Der Assistgeber hatte sich im Zuge einer Kombination am rechten Flügel durchgesetzt, nachdem ein Freistoss der Gastgeber ungenügend abgewehrt worden war. Giggs blühte im Duell mit Chelsea regelrecht auf: Der 37-Jährige leitete alle drei Treffer seiner Mannschaft ein. Er zählte zu den Schlüsselfiguren dieser attraktiven Viertelfinal-Paarung.

Messi sorgte für die Entscheidung

Lionel Messi schoss im Rückspiel gegen Schachtjor Donezk das Tor, das ihm im Hinspiel (5:1) gefehlt hatte. In der 42. Minute traf der Weltfussballer in der Ukraine zum 1:0-Siegtreffer.

Spannend war es im ausverkauften EM-Stadion Donass-Arena nach dem klaren Hinspielresultat nie. Doch langweilig wurde es den fast 60'000 Fans auch nicht, denn Schachtjor und Barcelona hatten gleichermassen Lust auf offensiven Fussball. Die Ukrainer überzeugten vor allem in den ersten 25 Minuten mit zügigem Angriffsspiel.

Auf eine Wende durften sie nicht hoffen, aber die Osteuropäer mit ihrer brasilianischen Offensivfraktion bestätigten die Signale, welche sie vor Wochenfrist in Barcelona ausgesandt hatten. Sie waren dem Favoriten nicht derart unterlegen wie es das Gesamtskore von 1:6 suggierte. Jadson hatte die beste Chance, als er mit einer Direktabnahme an Victor Valdes scheiterte.

Barcelona ohne grosse Anstrengung

Barcelona nahm das Rückspiel durchaus ernst. Trainer Pep Guardiola setzte ungeachtet des Vorsprungs sowie des Duells mit Real Madrid am Wochenende in der Primera Division auf seine besten Kräfte. Nach Anfangsschwierigkeiten fing sich das Erfolgsensemble und setzte vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit viele Akzente.

Das fällige Tor gelang schliesslich Lionel Messi nach 42 Minuten. Nach sehenswertem Dribbling schoss der Argentinier aus 14 Metern ein. Es war sein neuntes Tor in der diesjährigen Champions League. Und es besiegelte die erste Heimniederlage Donezks im Wettbewerb 2009/2010.

si/ot

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