Zum Hauptinhalt springen

Malcom wechselte «aus Rache» zu Barcelona

Der Berater des Brasilianers erklärt, wie es zum kurzfristigen Entscheid kam, nach Spanien statt Italien zu wechseln.

Jubelt jetzt für Barcelona statt Rom: Der Brasilianer Malcom.
Jubelt jetzt für Barcelona statt Rom: Der Brasilianer Malcom.
Keystone

Es dauerte gerade mal 24 Stunden und eine Minute, um die Verwirrung komplett zu machen. Am 23. Juli um 18.23 Uhr verkündete die Social-Media-Abteilung der AS Roma stolz den neusten Coup des Vereins: Malcom sollte von Bordeaux in die italienische Hauptstadt wechseln. Die Mutter des Brasilianers war bereits auf dem Weg nach Rom, Fans warteten am Flughafen, um den 21-Jährigen zu empfangen. Einen Fünfjahresvertrag sollte er unterschreiben. Am 24. Juli um 18.24 Uhr dann verkündete eine andere Social-Media-Abteilung etwas ziemlich Ähnliches. Die des FC Barcelona. Malcom spielt nun für die Katalanen.

Was dazwischen passiert ist? Das hat Roma-Sportchef Monchi erklärt. Er tat dies ziemlich beleidigt. Bordeaux-Präsident Stéphane Martin habe plötzlich mehr Geld verlangt, unterschrieben war ja noch nichts. Monchi ging mit, der zweite Bieter Barcelona auch, nun war die Roma wieder am Zug. Monchi hörte auf, er wollte keinen Auktionskrieg starten, wie er selber sagte. Malcom wechselte für 41 Millionen zu Barça.

Der erzürnte Berater

Wie sich nun zeigt, war es aber nicht die Gier von Bordeaux-Präsident Martin, die diesen kleinen Auktionskrieg ermöglichte. Es waren die Berater der Firma Elenko Sports Ltd, die Malcom vertreten. Und das Geld war auch nicht der primäre Grund, warum Malcom kurzfristig umentschied und zu Barcelona wechselte. Wie Leonardo Cornacini, einer der Agenten von Elenko, gegenüber «Tuttomercatoweb» erklärte, wollte er Malcom nicht nach Rom verfrachten, um den Römern etwas heimzuzahlen. Er sprach dabei sogar von Rache.

----------

Bildstrecke – Diese Transfers sind schon fix:

Diese Transfers sind schon fix:Der spanische Stürmer Francisco «Paco» Alcacer wechselt für ein Jahr leihweise mit Kaufoption vom FC Barcelona zum Bundesligisten Borussia Dortmund. So erhält BVB-Trainer Lucien Favre kurz vor Transferschluss noch die geforderte Verstärkung im Sturmzentrum.
Diese Transfers sind schon fix:Der spanische Stürmer Francisco «Paco» Alcacer wechselt für ein Jahr leihweise mit Kaufoption vom FC Barcelona zum Bundesligisten Borussia Dortmund. So erhält BVB-Trainer Lucien Favre kurz vor Transferschluss noch die geforderte Verstärkung im Sturmzentrum.
Laurens Lindhout/Getty Images
Der 40-fache holländische Internationale Kevin Strootman wechselt für rund 25 Millionen Euro von der AS Roma zu Olympique Marseille. Der 28-jährige defensive Mittelfeldspieler unterschrieb einen Vertrag über fünf Jahre.
Der 40-fache holländische Internationale Kevin Strootman wechselt für rund 25 Millionen Euro von der AS Roma zu Olympique Marseille. Der 28-jährige defensive Mittelfeldspieler unterschrieb einen Vertrag über fünf Jahre.
Marco Canoniero/Getty Images
Dass der Schweizer Meister wohl einige Spieler verlieren wird, ist klar. Einer davon ist Marco Bürki. Der Bruder des Schweizer Nationalgoalies Roman verlässt YB und wechselt nach Belgien zu Zulte Waregem.
Dass der Schweizer Meister wohl einige Spieler verlieren wird, ist klar. Einer davon ist Marco Bürki. Der Bruder des Schweizer Nationalgoalies Roman verlässt YB und wechselt nach Belgien zu Zulte Waregem.
Thomas Hodel, Keystone
1 / 78

----------

Dabei ging es um einen früheren Transfer in ganz anderen Dimensionen. Anfang Juli hat die Roma Daniel Fuzato verpflichtet. Ebenfalls Brasilianer, ursprünglich ebenfalls von Elenko vertreten. 500'000 Euro kostete der Goalie, der aus der brasilianischen Liga kam. Tatsächlich ist Fuzato nicht mehr auf der Liste von Elenko zu finden, die Roma hat den Deal mit einem anderen Berater abgeschlossen. Dies erzürnte Cornacini offenbar derart, dass er mit allen Mitteln versuchte, einen Wechsel von Malcom nach Italien zu verhindern.

«Es tut mir leid, das zu sagen, aber so war es. Rom hat sich zehn Tage vorher uns gegenüber schlecht verhalten beim Fuzato-Deal, also haben wir es auch so gemacht», so Cornacini. Und was sagt eigentlich Malcom selbst? Er sei glücklich, nach Barcelona gegangen zu sein, liess er lediglich verlauten. Am 1. August spielten die Roma und Barça in einem Testspiel gegeneinander. Rom gewann zwar 4:2, eines der zwei Barcelona-Tore aber schoss – natürlich – Malcom.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch