Lyss bedankt sich bei Bümpliz

Lyss hat den Ligaerhalt in der 2. Liga inter in extremis geschafft. Ihr Schicksal hatten die Seeländer indes nicht mehr in den eigenen Füssen.

Trainer Andreas Güntensperger und sein SV Lyss mussten zittern.<p class='credit'>(Bild: Tanja Lander)</p>

Trainer Andreas Güntensperger und sein SV Lyss mussten zittern.

(Bild: Tanja Lander)

Dann konnten die Spieler des SVLyss nur noch hoffen und bangen. Sie hatten bei La Tour/Le Pâquier mit 1:4 verloren und es somit verpasst, den Punkt zu holen, der sie definitiv vor einem Abstieg in die regionale 2. Liga bewahrt hätte.

Zwar waren die Seeländer bereits in der 3. Minute durch Michel Menétrey in Führung gegangen, doch bis zur 36. Minute vermochte das Heimteam das Spiel zu wenden. Als wenig später Lyss’ Jamal Bakari vom Platz gestellt wurde, sprach nur noch wenig für einen Punktgewinn der Gäste. Sie agierten auch in Unterzahl weiter offensiv, doch belohnt sollten sie dafür nicht werden. «Wir mussten alles probieren», sagte Trainer Andreas Güntensperger.

Lange fünf Minuten

Nach der Partie versammelte sich die Mannschaft vor der Kabine und wartete angespannt auf das Resultat aus Bümpliz, wo Konkurrent Gumefens/Sorens mit einem Sieg an den Lyssern hätte vorbeiziehen können. Güntensperger war stets informiert über das Geschehen beim Berner Vorstadtklub, und so wusste er auch, dass die Freiburger kurz nach der Pause in Führung gegangen waren und zumindest virtuell den SVL überholt hatten.

«Ich dachte, jetzt wären wir unten», sagte der 34-Jährige. Doch dann kam die Nachricht, dass Bümpliz in der 87. Minute ausgeglichen hatte. Die Freude war gross bei den Lyssern, sie mussten aber noch «sehr lange fünf Minuten» überstehen, bis der Ligaerhalt feststand und Güntensperger «ein sehr grosses Dankeschön» an Bümpliz aussprach.

Vorbereitung für Saison nicht optimal

Es war ein emotionales Ende einer Spielzeit, in der Lyss immer wieder von Verletzungssorgen geplagt war und nur selten in Bestbesetzung antreten konnte. Die fehlende Breite im Kader war spürbar und mit ein Grund, weshalb die Seeländer bis zum letzten Spieltag in den Abstiegskampf involviert waren.

Co-Präsident Peter Zaugg sagt zudem, dass die Vorbereitung auf die Saison nicht optimal verlaufen sei, da Lyss auch im letzten Jahr lange um die Ligazugehörigkeit kämpfen musste und dementsprechend Unsicherheit herrschte, wo es in diesem Jahr weitergehen würde.

Offensive verstärken

Im Hinblick auf die neue Spielzeit steht bei den Seeländern Kontinuität im Vordergrund. Der Trainerstaff und viele Spieler bleiben dem Team erhalten. Verstärkungen werden vor allem im offensiven Bereich gesucht, denn oftmals liessen die Lysser «Kaltblütigkeit und die letzte Konsequenz» vermissen, wie Trainer Güntensperger analysiert.

Von ein paar Spielern hätten sie bereits eine mündliche Zusage, doch unterschrieben sei noch nichts. Ungeachtet dessen, was sich an der Transferfront in den nächsten Wochen tun wird, ist Zaugg überzeugt: «Wir haben das Potenzial, in den vorderen Rängen der Liga mitzuspielen.»

Berner Zeitung

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