Luzern führt YB vor und zieht in den Halbfinal ein

Die Young Boys bleiben in Luzern ohne Chancen und verlieren mit 0:4. Der FCL bleibt unter Neutrainer Häberli damit weiterhin ungeschlagen.

Vargas besiegelt mit dem 4:0 den Sieg. (Video: SRF)

Luzern und YB verzichteten im Cup-Viertelfinal auf jegliche Anlaufzeit und jegliches Abtasten. Keine 30 Sekunden waren nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Sandro Schärer gespielt, da zog Djibril Sow für die Young Boys alleine auf FCL-Goalie David Zibung zu – und scheiterte. Sow hätte das Spiel in andere Bahnen lenken können, Zibung verhinderte dies durch einen starken Reflex.

Schürpf bleibt vor YB-Goalie von Ballmoos eiskalt und trifft zum 1:0. (Video SRF)

Vier Minuten später fiel dann der erste Treffer der Partie auf der Gegenseite, als sich Pascal Schürpf vor David von Ballmoos effizienter erwies als Sow zuvor für YB. Mit seinem zweiten Treffer des Abends eine Viertelstunde nach der Pause wurde der 29-jährige Schürpf endgültig zum Mann des Spiels und läutete ein Schaulaufen des Heimteams ein. Christian Schneuwly (69.) mit einem direkt verwandelten Freistoss und Ruben Vargas (75.) mittels Schlenzer ins Lattenkreuz sorgten für die höchste Cup-Niederlage der Young Boys seit 1972, als die Berner gegen Basel mit demselben Resultat untergingen.

Schürpf doppelt nach Vorlage von Schneuwly herrlich nach. (Video: SRF)

Erste Niederlage im Jahr 2019

2019 ist die Niederlage von YB aber anders zu werten, als sie 1972 zu werten war. Die Berner sind in der Meisterschaft der unangefochtene Leader, der Vorsprung auf Verfolger Basel beträgt 19 Punkte, die letzte Niederlage in einem Pflichtspiel kassierten die Berner im November bei Manchester United in der Champions League mit 0:1. Allerdings waren die Leistungen in der Meisterschaft zuletzt gegen Sion und Lugano (je 1:0) nicht mehr so unnachahmlich wie noch zu Saisonbeginn.

Auch Kapitän Schneuwly trägt sich in die Torschützenliste ein. (Video: SRF)

«Es fehlte der Biss, und es fehlte am Kampf», bilanzierte Aussenverteidiger Loris Benito gegenüber dem Schweizer Fernsehen SRF. Das Team von Ex-FCL-Coach Gerardo Seoane liess sich in Luzern von der hohen Intensität und Aggressivität der Innerschweizer überraschen. YB hätte sich mit einem Sieg gegen Luzern mit einem Berner Derby vor heimischem Publikum im Cup-Halbfinal belohnen können. Nun muss der FC Thun Ende April statt im Stade de Suisse in der Innerschweiz antreten.

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9 Jahre Stürmer bei YB

Ausgerechnet Thomas Häberli fügte YB den ersten Rückschlag in dieser Saison zu. Zu seiner Aktivzeit war der 44-Jährige während 9 Jahren bei den Young Boys als Stürmer tätig und dabei im Verein zur Legende aufgestiegen. Nun arbeitet Häberli seit Februar als Coach des FCL daran, ein ähnliches Renommee zu erlangen. «Jeder hat seinen Job heute super gemacht», reichte Häberli ein Kompliment an seine Mannschaft weiter.

Telegramm:

Luzern - Young Boys 4:0 (1:0)

8110 Zuschauer. - SR Schärer.

Tore: 5. Schürpf (Voca) 1:0. 62. Schürpf (Schneuwly) 2:0. 69. Schneuwly 3:0. 75. Vargas 4:0.

Luzern: Zibung; Schwegler, Cirkovic, Alves, Sidler; Voca, Schulz; Christian Schneuwly, Vargas (85. Custodio), Schürpf (73. Ndenge); Eleke (79. Demhasaj).

Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu (73. Schick), Wüthrich, Lauper, Benito; Fassnacht (73. Camara), Aebischer, Sow, Moumi (78. Garcia); Nsame, Assalé.

Bemerkungen: Luzern ohne Knezevic, Schmid, Kakabadse, Juric (alle verletzt). Young Boys ohne Von Bergen (gesperrt) Lotomba, Sulejmani, Hoarau (alle verletzt). Verwarnungen: 10. Schürpf (Foul). 32. Schulz (Foul). 45. Schwegler (Foul). 81. Alves (Unsportliches Verhalten).

dho/sda

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