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Luzern befreit sich aus dem Tabellenkeller

Auch im sechsten Spiel verliert St. Gallen gegen die Innerschweizer. Lugano spielt im Berner Oberland unentschieden.

Das einzige Tor des Tages erzielt Luzerns Idriz Voca in der 54. Minute. Damit sichert sich Luzern einen wichtigen Sieg. (Sonntag, 26. August).
Das einzige Tor des Tages erzielt Luzerns Idriz Voca in der 54. Minute. Damit sichert sich Luzern einen wichtigen Sieg. (Sonntag, 26. August).
Gian Ehrenzeller, Keystone
Nach durchzogenen Leistungen in der Liga und dem kläglichen Scheitern in der Europa-League-Qualifikation ist der von Personalmangel geplagte FC Luzern gefordert. Der Sieg kommt Coach René Weiler sehr gelegen.
Nach durchzogenen Leistungen in der Liga und dem kläglichen Scheitern in der Europa-League-Qualifikation ist der von Personalmangel geplagte FC Luzern gefordert. Der Sieg kommt Coach René Weiler sehr gelegen.
Urs Flüeler, Keystone
Thun ist zwar über weite Strecken die bessere Mannschaft, muss sich letztlich aber mit einem 1:1 begnügen. Hier im Duell: Roy Gelmi (l.) gegen Assan Ceesay (r.).
Thun ist zwar über weite Strecken die bessere Mannschaft, muss sich letztlich aber mit einem 1:1 begnügen. Hier im Duell: Roy Gelmi (l.) gegen Assan Ceesay (r.).
Peter Schneider, Keystone
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Ein herber Rückschlag für St. Gallen, ein Schritt vorwärts für Luzern: So lässt sich kurz das Fazit nach der 0:1-Heimniederlage der biederen Ostschweizer gegen aufsässige Zentralschweizer ziehen.

«Ein Tor des Willens»

Das entscheidende Tor zum verdienten Auswärtssieg erzielte der 21-jährige kosovarische Internationale Idriz Voca, der auch den Schweizer Pass besitzt, in der 55. Minute. Der Mittelfeldspieler würgte ein Zuspiel von Pascal Schürpf gegen die orientierungslose und unentschlossene St. Galler Hintermannschaft über die Linie. «Es war mein erstes Super-League-Tor, ein Tor des Willens. Jetzt weiss ich, wie man nach einem Treffer jubelt», sagte Voca. Luzern zeigte taktisch und kämpferisch eine gute Leistung und vermochte sich vorab in der zweiten Halbzeit nach der wenig attraktiven ersten Hälfte zu steigern. «Es war ein Sieg der Leidenschaft. Wir haben Personalsorgen, haben uns aber hinein gebissen», fand Luzerns Trainer René Weiler.

Kein Reisser, kein Leader, kein Chef

St. Gallen und mit ihm über 12'000 Zuschauer haderten. Die Mannschaft von Peter Zeidler fand mit Ausnahme der Viertelstunde vor der Pause und einer Kopfballchance von Cédric Itten - der Ball schlug gegen die Aussenseite des Pfostens - nie ins Spiel. «Ich bin sehr enttäuscht. Wir konnten in keinster Weise zeigen, was wir wollten und was wir auch können», fasste Trainer Zeidler zusammen. Für die sechste Meisterschaftsniederlage in Folge gegen Luzern hat der deutsche Übungsleiter vor allem mentale Gründe ausgemacht. Kein Reisser, kein Leader, kein Chef. Nur Klein-Klein, ohne Überraschungsmomente. So läuft St. Gallen auf.

Thun muss sich mit einem Remis begnügen

Der FC Thun muss weiter auf ein Erfolgserlebnis gegen Angstgegner Lugano warten. Trotz einer ambitionierten zweiten Halbzeit kamen die Berner Oberländer gegen die Tessiner nicht über ein 1:1 hinaus. Beide Tore in Thun fielen erst im zweiten Durchgang. Nach einem verheissungsvollen Start mit der ersten guten Möglichkeit für Thuns Marvin Spielmann in der 3. Minute hielten sich die beiden Team bis zur Pause mit guten Torchancen zurück. Hoher Einsatz, viele Fouls, wenig Torszenen - so wohl das Fazit der beiden Trainer zur Halbzeit. Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff beendete das Auswärtsteam diese Phase jäh.

Zwei Treffer innert einer Minute

Bei einem Corner verloren die Thuner Abwehrspieler vorübergehend die Orientierung, Luganos Verteidiger Fabio Daprelà (51.) nutzte die Unordnung und traf auf Vorarbeit seines Verteidigerkollegen Mijat Maric zum 1:0. Es war der Startschuss zu einem spektakulären Zwischensprint der beiden Teams. Keine 60 Sekunden waren seit dem Treffer vergangen, da war die Tessiner Führung wieder dahin: Ein langer Ball auf Mario Tosetti, dessen Rückgabe auf Grégory Karlen - und Thun hatte ausgeglichen. In der Folge verpasst das Heimteam trotz einiger guter Möglichkeiten den Siegtreffer. Basil Stillhart sah seinen Abschluss in der 58. Minute von der Latte zurückprallen, Dominik Schwizer liess nach 86 Minuten alleine vor Goalie David Da Costa die Kaltblütigkeit vermissen. So bleiben die Tessiner für Thuns Trainer Marc Schneider weiter das Rote Tuch der Super League. Unter dem 38-Jährigen wartet Thun noch auf einen Sieg gegen die Tessiner. Der letzte datiert vom März 2017, als die Berner Oberländer unter Jeff Saibene mit 5:2 siegten.

St. Gallen - Luzern 0:1 (0:0)

12'076 Zuschauer. - SR Schnyder.Tor: 55. Voca (Vargas) 0:1.St. Gallen: Stojanovic; Lüchinger, Hefti, Vilotic (60. Sierro), Wittwer; Kutesa (72. Barnetta), Quintilla, Ashimeru; Tafer (79. Buess), Itten, Ben Khalifa.Luzern: Salvi; Schwegler, Alves, Schulz, Grether; Voca, Custodio (74. Ugrinic); Schneuwly, Gvilia (52. Vargas), Schürpf; Eleke (89.Schmid).Bemerkungen: St. Gallen ohne Koch und Muheim (beide verletzt), Kukuruzovic (auf dem Absprung), Bakayoko, Kräuchi, Kchouk und Wiss (alle nicht im Aufgebot). Luzern ohne Lustenberger, Knezevic, Sidler, Cirkovic und Juric (alle verletzt). Verwarnungen: 39. Vilotic, 62. Grether, 67. Voca (alle Foul), 84. Schulz (Unsportlichkeit).

Thun - Lugano 1:1 (0:0)

5471 Zuschauer. SR San.Tore: 51. Daprelà (Maric) 0:1. 52. Karlen (Tosetti) 1:1.Thun: Faivre; Glarner, Gelmi, Sutter, Kablan; Karlen, Hediger, Stillhart; Tosetti (74. Salanovic), Sorgic (87. Hunziker), Spielmann (81. Schwizer).Lugano: Da Costa; Mihajlovic, Daprelà, Maric, Masciangelo; Vecsei (87. Fazliu), Sabbatini, Brlek (56. Abedini); Crnigoj, Ceesay, Carlinhos (66. Bottani).Bemerkungen: Thun ohne Costanzo, Ferreira, Righetti und Joss (alle verletzt). Lugano ohne Kecskes, Manicone, Muci, Piccinocchi, Sulmoni, Binous, Amuzie und Kryeziu (alle verletzt). 58. Lattenschuss Stillhart. Verwarnungen: 26. Kablan (Foul). 29. Sabbatini (Foul). 33. Carlinhos (Foul). 48. Gelmy (Foul). 74. Bottani (Foul).

(SDA)

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