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Lustrinelli kommt, Yapi geht

Stürmer Mauro Lustrinelli spielt bis Saisonende für die Young Boys. Gilles Yapi wechselt wie erwartet im Sommer zum FC Basel.

Gilles Yapi wechselt zu Basel.
Gilles Yapi wechselt zu Basel.
Andreas Blatter

Zwei Meldungen, die die Young Boys betreffen, wurden gestern veröffentlicht. Die eine überraschte nicht: Mittelfeldspieler Gilles Yapi verlässt YB im Sommer und setzt seine Karriere beim FC Basel fort. Der Ivorer hat sich mit dem FCB auf einen Dreijahresvertrag geeinigt. Dass Stürmer Mauro Lustrinelli leihweise bis Ende Saison von Bellinzona zu YB wechselt, verwunderte schon mehr. «Da sich Giuseppe Morello letzte Woche am Sprunggelenk verletzte und ein paar Wochen ausfällt, haben wir uns nach einer Alternative umgesehen», sagt Sportchef Alain Baumann.

Mit 8 Saisontoren ist Lustrinelli Bellinzonas bester Torschütze, trotzdem verkrachte er sich im Herbst mit dem damaligen Bellinzona-Trainer Marco Schällibaum. Auch unter Schällibaums Nachfolger Alberto Cavasin kehrte der bald 34-Jährige nicht in die Startformation zurück. YB wusste um Lustrinellis Unzufriedenheit im Tessin und nahm Kontakt mit ihm auf. Die Parteien wurden sich rasch einig. Baumann bezeichnet den Transfer Lustrinellis auch als Zeichen an die Mannschaft, alle Voraussetzungen für den Erfolg zu schaffen. Vielleicht bleibt der Angreifer über das Saisonende hinaus in Bern. Laut Baumann besteht die Option, Lustrinelli definitiv von Bellinzona zu übernehmen.

Erfolg mit dem FC Thun

YB ist Lustrinellis fünfter Klub in der Schweiz. Zum zweiten Mal steht er bei einem Berner Verein unter Vertrag. Anfang 2004 wechselte der Angreifer von Wil zum FC Thun. Mit seinen beiden Toren in der Qualifikation gegen Malmö trug er 2005 massgeblich zum Einzug der Oberländer in die Champions League bei.

Trotz der Erfolge geriet Lustrinelli mit der Thuner Klubleitung im Herbst 2005 in Streit und entschloss sich zum Abgang. Bereits damals war der Wechsel zu YB eine Option. Realisieren liess sich der Transfer zu Thuns Kantonsrivalen zu dieser Zeit aber nicht. Schliesslich nahm Lustrinelli das Angebot von Thuns Gruppengegner Sparta Prag an und spielte ein Jahr in Tschechien. Anfang 2007 kehrte der 12-fache Nationalspieler in die Schweiz zurück und stand eineinhalb Saisons in Luzern unter Vertrag, ehe er auf die Saison 2008/2009 zu seinem Stammklub Bellinzona zurückkehrte.

75 Tore hat Lustrinelli in 167 Super-League-Spielen erzielt. Die Young Boys erwarten, dass er mit seinen Qualitäten als Torjäger zum Meistertitel beiträgt. Heute trainiert der Stürmer erstmals im Stade de Suisse. Klappt es mit den Formalitäten, sollte die Spielberechtigung am Samstag eintreffen. Lustrinelli stünde YB-Trainer Vladimir Petkovic damit am Sonntag, in St.Gallen, bereits zur Verfügung.

Spekulationen beendet

Einige Minuten nachdem YB die Verpflichtung Lustrinellis bekannt gegeben hatte, vermeldete Basel den Zuzug von Gilles Yapi. Über den Wechsel des 38-fachen ivorischen Nationalspielers nach Basel war viel spekuliert worden. Gerade vor der Direktbegegnung der Teams zum Rückrundenauftakt wurden Yapis Gespräche mit dem FCB teils kontrovers diskutiert. Laut FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler hat Yapi den Vertrag erst nach dem 0:4 der Berner beim FCB unterschrieben. «Wir waren über den Stand der Verhandlungen informiert», sagt auch Baumann. «Alles lief fair.» Yapis Vertrag bei YB läuft Ende Saison aus, er verlässt Bern ablösefrei.

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