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Lockerer Aufgalopp für Chelsea

Erst beeindruckend, dann locker: Titelaspirant Chelsea startete mit einer durchwegs befriedigenden Darbietung ins internationale Geschäft.

Im Auftaktspiel der Gruppe A schlug der letztjährige Finalist den französischen Vertreter Bordeaux an der Stamford Bridge dank Toren von Frank Lampard, Joe Cole, Florent Malouda und Nicolas Anelka 4:0. Schon nach einer halben Stunde führte der Favorit mit 2:0.

Zwei Kopftore brachten die Blues früh auf Kurs. Zunächst lenkte Frank Lampard eine Flanke von Bosingwa ungedeckt ins Tor (16.), dann waren die Würfel nach dem Treffer von Joe Cole schon nach einer halben Stunde gefallen. Der Internationale kam, obwohl nur 175 cm gross, nach einem Corner in der 30. Minute an den Ball und traf zum 2:0.

Vor allem vor der Pause war die Premiere von Chelseas Coach Luis Felipe Scolari in der Champions League vollauf geglückt. Fünf Tage vor dem Spitzenspiel in der Premier League gegen Manchester United dominierte sein Team den Widersacher nach Belieben. Das Resultat hätte schon früher drastischere Dimensionen annehmen müssen; das Spiel über die Flügel mit Joe Cole (rechts) und dem Franzosen Malouda (links) war lange Zeit sehr agil und gefährlich. Und als Chelsea in der zweiten Halbzeit genügsam und die Partie langweilig wurde, setzten die Briten in der Schlussphase noch einen spielerischen Akzent. John Obi Mikel bediente mit dem Absatz Malouda, der aus sieben Metern mit einem Flachschuss zum 3:0 abschloss.

Keine Bedrohung

Bedroht wurden die Engländer von den harmlosen Franzosen in keiner Phase. Scolari konnte es sich leisten, den zuletzt verletzten Michael Ballack bis zur 62. Minute auf der Ersatzbank sitzen zu lassen. Und der gesperrte Didier Drogba sass gemütlich auf der Tribüne und lauschte mit dem Knopf im Ohr irgendwelchen Klängen aus dem iPod.

Girondins Bordeaux' druckloses Auftreten in London kam nicht ohne Ankündigung. Der fünffache Champion aus dem Hexagon war in dieser Saison bisher auch in der Ligue 1 auf fremden Plätzen ohne Erfolg geblieben. In Paris und Lille verloren sie beide Auswärtsspiele. Gegen den routinierten Widersacher aus der Premier League war die junge Equipe von Laurent Blanc nicht fähig, auf den frühen Rückstand zu reagieren. Ausser Torhüter Ramé (35) und den Verteidigern Jurietti (33) und Placente (31) ist kein Spieler über 30 Jahre alt.

Überraschung in Rom

In der anderen Partie dieser Gruppe nahm die AS Roma die schwache Form aus der Serie A in die Champions League mit. Gegen den rumänischen Vertreter Cluj wurden die Römer bös überrascht und verloren vor eigenem Anhang trotz früher Führung (Panucci/17.) 1:2. Der Argentinier Juan Culio traf zweimal mit seinem linken Fuss mit Flachschüssen von der Strafraumgrenze (27./49.). Nach dem Rückstand stürmte die Roma mit allen Mann, Kräften und Mitteln, brachte die Stürmer Totti und Montella ins Spiel, aber die besseren Chancen hatten die Rumänen bei ihren Kontern. Peralta traf mit einem Kopfball nur die Latte (70.).

Der CFR Cluj spielte vor sechs Jahren noch in der dritten Division Rumäniens. Im Europacup ist er (fast) gänzlich unerfahren; sieht man von einem Einsatz im UI-Cup (2005) und in der Uefa-Cup-Qualifikation (2007) ab, war der Auftritt im Olimpico die Premiere im Europacup. Trotzdem ist der Aussenseiter kein «Non-Valeur»: immerhin wurde der Provinzklub, trainiert vom Italiener Maurizio Trombetta, in diesem Frühjahr Meister in Rumänien, der Nummer 7 im europäischen Klub-Fussball.

si/fal

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