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Leser zu YB: «Herr Bickel, aufwachen!»

Die YB-Fans äussern sich nach dem Spiel gegen den FC Luzern zur Situation der Mannschaft. Es hagelt Kritik.

Am Boden: Die sehr schwachen Young Boys (im Bild Renato Steffen) liegen nach zwei Spieltagen schon wieder vier Punkte hinter dem Rivalen und Serienmeister FC Basel.
Am Boden: Die sehr schwachen Young Boys (im Bild Renato Steffen) liegen nach zwei Spieltagen schon wieder vier Punkte hinter dem Rivalen und Serienmeister FC Basel.
Andreas Blatter
Die Leistung von YB gegen Luzern gibt in den Kommentarspalten zu reden.
Die Leistung von YB gegen Luzern gibt in den Kommentarspalten zu reden.
Andreas Blatter
YB startete am letzten Samstag gegen den FCZ (1:1) verhalten in die neue Saison.
YB startete am letzten Samstag gegen den FCZ (1:1) verhalten in die neue Saison.
Keystone
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YB steht nach den ersten zwei Runden der Meisterschaft bereits wieder mit vier Punkten Rückstand zur Spitze da. Auf dem Spielfeld sah man grösstenteils schlechten Fussball und keine Leidenschaft. Viele Leser haben in den Kommentarspalten ihrem Frust freien Lauf gelassen und äusserten sich zur Situation. Zu reden geben vor allem zwei Themen: der ganze Staff und die Spieler selbst.

Leser Randy Osborne geht mit dem Trainer Uli Forte hart ins Gericht und meint: «Und jetzt, Herr Forte, wer ausser Ihnen war diesmal schuld? Die Mannschaft ist einfach nicht bereit, spielt schlecht bis unterirdisch und hat bereits wieder ein Manko von vier budgetierten Punkten und dies nach zwei Spielen. Das sind Fakten und keine Verunglimpfungen! Wenn Sie ein bisschen Ehre haben, ziehen Sie die Konsequenzen bevor es jemand anderes tut!»

Auch für Marc Schwarz ist klar: «Ein guter Trainer zeichnet sich dadurch aus, dass er Spieler weiterbringt, ein variables Spielsystem auf den Gegner ausrichtet und dass die Mannschaft kämpft und Einsatzwille zeigt. In Deutschland kommen mir Favre und Tuchel in den Sinn, in der CH war es letzte Saison Urs Fischer. Bei YB ist die totale Stagnation eingetreten und da trägt der Trainer die Verantwortung, den Rest sollen die Verantwortlichen entscheiden...»

Weitere Leser kritisieren auch Sportchef Fredy Bickel und andere Mitglieder des Staff:

Jean-Michel Andrey: «Nebst Forte kann man auch Bickel anzweifeln. Der Fussball auf diesem Niveau ist knallhartes Business und da hat es kein Platz für Sentimentalitäten. YB ist auf dem besten Weg wieder zu scheitern wie in der Vergangenheit. Mir tun all die Sponsoren und Gönner leid, die YB immer wieder Geld geben und nichts als blamable Leistungen serviert bekommen.»

Hugo Huber schreibt: «Hat jemand etwas anderes erwartet? Ich denke nicht! Es ist schon erstaunlich, wie bei einem scheinbar professionell geführten Sportclub so konzeptlos vorgegangen werden kann. Die Verantwortlichen (Präsident und Verwaltungsrat) haben leider keine Ahnung und lassen so Fredy Bickel einfach wursteln. Nur teure Spieler, die nicht zu YB passen werden gekauft. Das ist ein Desaster!»

Ist die Kondition ein Thema?

Der Leser Dino Hadorn meint: «Bei YB wurde in den letzten Jahren auf allen Posten ausgemistet. Nur der Konditrainer Fryand ging wohl vergessen. Keine Ausdauer für 90 Minuten und kaum beginnt die Saison sind Spieler wegen kleinsten Sachen verletzt. Solche Details schiebe ich auf den Konditrainer ab. Wenn man sieht, wie viele Spieler in den letzten Saisons gleich zum Start verletzt waren könnte ich heulen. Meiner Meinung nach besteht auf diesem Posten sofortiger Handlungsbedarf.»

Ähnlich sieht es auch Pascal Flucki: «Die Spieler sind nicht fit! Ganz klar ein Fehler des Konditrainers! Sicherlich kann man sagen, dass kein Spielsystem erkennbar ist, wenn die Spieler aber Willen und Biss hätten, wäre dies nicht das Problem! Der Einzige mit ansprechender Leistung ist Mvogo, welcher aber nicht mehr lange in Bern sein wird! Die Transferpolitik ist haarsträubend! Spieler ohne Praxis zu holen, ist für ein ‹Topclub› sicher das falsche Mittel. Wenn man jetzt nicht einen Mittelfeldstrategen und einen schnellen, engagierten Aussenläufer (Jantscher, Tafer) holt, gibt es in dieser Saison keinen Titel! Fakt: Das Hauptproblem in Bern ist nicht Forte, sondern der Konditrainer und die Divenspieler.»

Die Spieler bekommen ihr Fett weg

Viktor Nyffenegger: «Das war gar nichts! Da braucht es nicht mal Fussballsachverstand um festzustellen, dass unser Mittelfeld nicht genügt! Herr Bickel, aufwachen! Zudem scheinen diese Herren dem Druck schlicht nicht gewachsen zu sein!»

Bruno Furrer: «Sulejmani war in den ersten 20 Minuten gut, danach ist er wie der Rest der Mannschaft untergegangen. Er hat den Hang zum Alibifussballer. Meine Meinung: Es wird schon Gründe gehabt haben, dass Benito und Sulejmani bei Benfica kaum je einmal gespielt haben...»

Leser Bruno Hofer fasst die ganze Situation von YB in seinem Beitrag zusammen: «Nach zwei Spielen bereits wieder vier Punkte hinter Basel. Kondition seit Jahren für maximum 60 Minuten. Den einzigen Titel, der YB auf sicher hat, ist der Mitleidstitel der eigenen Fans. Wer was von Fussball versteht, gibt sein Geld für Mannschaften aus, die Leidenschaft, Wille und Kondition für 90 Minuten haben und zwar bei jedem Spiel! Das hat YB eben nicht! Was denken die Spieler und Verantwortlichen eigentlich? Ohne Wille zu siegen und zwar in jedem Spiel, wird in Bern noch in 100 Jahren von einem Titel geträumt! Mit solch schwachen Leistungen gewinnt keine Mannschaft irgendwo auf der Welt einen Titel! Oh je, YB!!!»

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