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Leader gegen Schlusslicht

Aarau gegen Luzern war in den letzten Jahren stets ein Zitterspiel. Jetzt aber grüsst Aarau als überraschender Leader von der Spitze, und Luzern reicht das Wasser bis zum Hals.

Fernab der Scheinwerfer haben die Verantwortlichen in Aarau eine schlagkräftige Mannschaft zusammengebaut, die seit insgesamt sieben Runden ungeschlagen ist und in dieser Saison noch als einziges Team nicht mit der Niederlage Bekanntschaft schliessen musste. Die lange unbeachteten Bemühungen auf und neben dem Spielfeld wurden inzwischen mit der sensationellen Leaderposition und dem ebenso überraschenden Nationalmannschafts-Aufgebot für Mittelfeldspieler Sandro Burki honoriert.

Verantwortlich für den Aarauer Höhenflug ist in erster Linie Trainer Ryszard Komornicki. Nachdem seine erste Amtszeit in Aarau noch nicht von Erfolg gekrönt war und im Mai 2007 in der Ersetzung durch Gilbert Gress mündete, führte der polnische Ex-Internationale die Aarauer letzte Saison durch eine nahezu sorgenfreie Saison. Dass das Komornicki-Ensemble in dieser Saison nun auch die nicht unerheblichen Abgänge der Routiniers Sven Christ (Spielertrainer Sursee), Massimo Colomba (GC) und Gürkan Sermeter (Bellinzona) sowie von Djamel Mesbah (Luzern) scheinbar mühelos verkraftet, ist höchst bemerkenswert.

Parallelen zwischen Komornicki und Sforza

Komornicki dürfte sich nach diesem Traumstart nur noch schwerlich an jene Worte erinnern, die er vor sieben Jahren im Frust geäussert hatte. Damals, im Juli 2001, war er nach nur fünf Runden und nur einem Punkt als Trainer des FC Luzern entlassen worden und sagte enttäuscht: «Ich werde nie mehr als Profi-Trainer arbeiten!»

Der Pole empfängt mit dem FCA als stolzer Spitzenreiter jenen Verein, der ihn damals nach kürzester Zeit entlassen hatte. Pikant daran ist, dass sein Trainerkollege Ciriaco Sforza nun mit der gleich schlechten Bilanz anreist, wie er sie in Luzern vor seinem letzten Spiel vorgewiesen hatte. Verliert der frühere Aarau-Spielmacher Sforza heute auf dem Brügglifeld, hätte auch er aus fünf Spielen nur einen Punkt erobert. Mit dem wesentlichen Unterschied zu damals, dass dem Schweizer Alt-Internationale beim FCL nun wohl mehr Vertrauen gewährt wird als dem damaligen Trainer-Neuling Komornicki.

si/mam

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