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Kraftvoll wie ein Deux-Chevaux

Der FC Luzern bleibt sich treu und scheitert auch 2018/19 in der ersten Europacup-Runde. Trotzdem ist er in Europa erfolgreicher als GC.

Hilflos und glücklos gegen den zu starken Gegner: Luzerns Pascal Schürpf (r.) wehrt sich gegen Olympiakos Piräus.
Hilflos und glücklos gegen den zu starken Gegner: Luzerns Pascal Schürpf (r.) wehrt sich gegen Olympiakos Piräus.
Keystone

Erinnern Sie sich an Hanspeter Burri? An Oliver Camenzind oder Roberto Fregno? Ist Ihnen der Name Semir Tuce ein Begriff? Was ist mit Beat Mutter?

Willkommen zu einer kleinen Geschichtslektion von und mit dem FC Luzern. Als erwähnte Herren nämlich beim Club aus der Zentralschweiz unter Vertrag standen, da eliminierte dieser im Cup der Cupsieger der Saison 1992/93 die Bulgaren von Levski Sofia und erreichte die 2. Runde.

Was daran berichtenswert ist? Nun: Seit jenem Duell im September 1992 hat Luzern im Europacup keine einzige Runde mehr überstanden. Auch diesmal nicht: Am Donnerstag scheiterte der FCL klar und deutlich an Olympiakos Piräus, und René Weiler, der neue Trainer, hatte die Bestätigung. Beim Amtsantritt hatte der ambitionierte Zürcher angekündigt, aus «einem VW keinen Ferrari zu machen». Von sechs Spielen in dieser Saison hat Weilers FCL jetzt fünf verloren.

Ein Citroën 2CV, im Volksmund Deux-Chevaux genannt: zwei Pferde. Bild: Keystone
Ein Citroën 2CV, im Volksmund Deux-Chevaux genannt: zwei Pferde. Bild: Keystone

Um die europäische Impotenz der Luzerner in den letzten zwei Jahrzehnten zu beschreiben, taugt aber nicht einmal ein Deux-Chevaux. Ob die Gegner nun Slavia Prag (1997), Utrecht (2010), Genk (2012), St. Johnstone (2014), Sassuolo (2016) oder Osijek (2017) hiessen – allesamt waren sie zu stark. Und von all diesen Niederlagen ragt jene gegen den schottischen Kleinclub von St. Johnstone noch als besonders peinlich heraus. Oder das Out im hier nicht berücksichtigen UI-Cup gegen die Isländer von Leiftur im Jahr 1999 (2:2 und 4:4).

Das Uefa-Ranking mit einer Reihe Schweizer Clubs. Bild: Screenshot
Das Uefa-Ranking mit einer Reihe Schweizer Clubs. Bild: Screenshot

Erstaunlich: Trotz all der Misserfolge nimmt der FCL im Vereinsranking der Uefa immerhin noch Rang 6 unter den Schweizer Teams ein (als insgesamt 169.). Zwar liegt er klar hinter Basel (18.), YB (74.), dem FCZ (112.) und Sion (137.) zurück und gleich hinter Lugano (168.) – aber noch vor GC (170.), Thun (171.) und St. Gallen (172.). Was nun auch nicht besonders für die Ligakonkurrenz spricht.

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