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Jetzt können sich die Thuner verewigen

Sportredaktor Dominic Wuillemin zum Cupfinal-Einzug des FC Thun.

Die Spieler vom FC Luzern und dem FC Thun laufen zum Spielbeginn auf das Feld der Swissporarena ein.
Die Spieler vom FC Luzern und dem FC Thun laufen zum Spielbeginn auf das Feld der Swissporarena ein.
freshfocs/Claudio Thoma
Harzige erste Halbzeit: Die Luzerner machen Druck, finden aber kein Mittel gegen die Thuner.
Harzige erste Halbzeit: Die Luzerner machen Druck, finden aber kein Mittel gegen die Thuner.
freshfocs/Claudio Thoma
Überraschende Wende: Mit etwas Glück ist es am Ende der FC Thun der jubelt und siegt gegen Luzern 0:1.
Überraschende Wende: Mit etwas Glück ist es am Ende der FC Thun der jubelt und siegt gegen Luzern 0:1.
Urs Flueeler, Keystone
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Ein Blick auf die Historie hilft, den Halbfinalsieg in Luzern einzuordnen: Seit 121 Jahren besteht der FC Thun, erst zum zweiten Mal nach 1955 wird er den Cupfinal bestreiten. Damals unterlagen die Oberländer im Wankdorf dem Favoriten La Chaux-de-Fonds, stiegen kurz darauf ab und tauchten erst zur Jahrtausendwende aus der Versenkung auf.

Die Geschichte wird sich höchstwahrscheinlich nicht wiederholen: Seit bald einem Jahrzehnt ist Thun ein Vorzeigeclub, der dank erstklassiger Arbeit ein fester Bestandteil der Super League ist. In den vergangenen zehn Jahren standen die Thuner siebenmal im Cupviertelfinal. Und diesmal nutzten sie die gute Ausgangslage. Der Weg in den Final führte über Veyrier, Moutier, Wil sowie Lugano und nun Luzern. Im Endspiel treffen sie entweder auf den FC Basel oder den FC Zürich. Beide haben sie heuer schon geschlagen.

Der Finaleinzug ist die Belohnung für eine Saison, in der die Thuner einmal mehr vieles richtig gemacht haben, nach den Ausfällen von Captain Dennis Hediger und Flügel Matteo Tosetti aber in eine Baisse gerieten. Nach zwei Monaten und neun Ligapartien ohne Sieg kommt der Erfolg in Luzern einem Befreiungsschlag gleich. Den Schwung gilt es mitzunehmen: Das formstarke Xamax, das auf dem Barrageplatz liegt, ist bei 6 verbleibenden Runden 8 Punkte entfernt.

Im Cup fehlt den Thunern nur noch ein Sieg zum Titel, der auch den direkten Einzug in die Gruppenphase der Europa League bedeuten würde. Was Einnahmen von mindestens 3,5 Millionen Franken verspräche. Mit diesem Geld liesse sich die Aufbauarbeit der vergangenen Jahre festigen.

Aber alles Geld dieser Welt ist keine Motivation im Vergleich zur Möglichkeit, Clubgeschichte zu schreiben.

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